• Auf den irakischen Ministerpräsidenten Kassem wurde in Bagdad ein Attentat verübt. Er wurde von drei Kugeln getroffen, seine Verletzungen sind jedoch nicht lebensgefährlich. Im ganzen Land wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. 4000 Menschen sollen verhaftet worden sein.

Während man im Westen immer noch daran herumrätselt, ob die Kommunisten oder die arabischen Nationalisten für das Attentat verantwortlich sind, ist man in den arabischen Hauptstädten fast einhellig der Überzeugung, daß die Nationalisten mit diesem Anschlag die Armee zum Eingreifen gegen die Kommunisten zwingen wollten.

  • Die Bremer SPD hat unter Führung von von Wilhelm Kaisen bei den Bürgerschaftswahlen rund 55 (1955: 48) Prozent der Stimmen und 61 (52) von hundert Mandaten erobert. CDU, FDP und DP haben gegenüber 1955 Stimmen eingebüßt.

Hoffentlich bedeutet der SPD-Sieg nicht das Ende der Regierungskoalition zwischen SPD, CDU und FDP – mit Siegern ist bekanntlich schwer zu verhandeln.

  • Bundeskanzler Adenauer erklärte, er rechne mit einer baldigen Gipfelkonferenz. Präsident Eisenhower schrieb dieserhalb an de Gaulle, Macmillan wartet bereits voller Ungeduld, und Chruschtschow stellte mit Befriedigung fest, der Termin werde noch im Dezember liegen.

Die Gefahr der Gipfelkonferenz: daß womöglich auch noch die Spitze politisch abgenutzt wird – die Außenminister die keine Lösungen fanden, wurden bereits abgewertet.

  • Bei den Wahlen zum englischen Unterhaus konnte die Konservative Partei ihre Mehrheit auf 107 Sitze steigern. Sie gewann 365 Sitze gegenüber 345 im Jahr 1955, die Parlamentsfraktion der Labour-Partei aber schrumpfte von 277 auf 258 Mitglieder.