Ob Franzose oder Ausländer – wer die Normandie gesehen hat, diese alte, vom Kanal bis ins Herzland Frankreichs reichende Provinz, denkt an reiche grüne Weiden mit dicken Kühen, er erinnert sich der köstlichen roten Äpfel, des, goldenen Mostes, leckerer Käsearten und wohl auch des himmlischen Calvados’, dem aus Äpfeln destillierten Weinbrand. Niemand kann dieses Land vergessen, ob er nun die frühgotischen Abteikirchen in Caen gesehen, an der Küste gebadet hat – oder ob er eine der weltberühmten Enten in Rouen, der Provinzhauptstadt, genossen hat. Wer fühlte nicht die Versuchung, sich ein solches Entenmahl daheim zu bereiten?

Canard Bexon

(Ente mit Äpfeln und Most)

Eine etwa drei bis vier Pfund schwere Ente – zwei Likörgläser Calvados (Weinbrand aus Äpfeln) – 1/8 Liter von der besten, dicksten, süßesten Sahne – 1/4 Liter Most – 80 Gramm Butter – ein Kilo Äpfel – Saft aus einer Zitrone – Salz, Pfeffer (für vier Personen).

Die Ente wird zum Braten vorbereitet, mit Butter, Salz und Pfeffer eingerieben und – nicht zugedeckt – 45 Minuten im heißen Ofen gebacken. Die Hälfte des gewärmten Calvados darüberschütten und abflammen. Zudecken und fünf Minuten ziehen lassen. Die Ente wird dann herausgenommen und noch warm gehalten. – Zum Bratensaft im Topf wird der Most gegeben, und während man umrührt, läßt man die Soße etwa halb einkochen. Dann wird die Sahne eingerührt und die noch warme Ente wieder in den Topf gelegt. Die Soße läßt man dann noch einmal etwas einkochen.

Während die Ente im Ofen gebacken wird, werden bereits die Äpfel geschält und in Viertel geschnitten. Die übrige Butter tut man in eine große Pfanne und läßt darin die Äpfel langsam schmoren (wenn man sie ganz vorsichtig umdreht, lösen sie sich nicht in Kompott auf). Sobald sie gar sind, mit dem restlichen gewärmten Calvados überschütten, abflammen und mit dem Zitronensaft beträufeln.

Zum Anrichten wird die Ente auf eine große Platte gelegt und rundherum mit den Äpfeln garniert. Die Soße wird extra angeboten. Wohlschmeckende Beigabe: