j j phantastischen Raum aufleben zu "" lassen — hatte damals unbefriedigend gewirkt, vor allem, weil der koordinierende Bühnenrahmen fehlte. Mit derselben, freilich beträchtlich verfeinerten Methode hatten Heckroth und Semmelroth bei Strindberg größeres Glück. Die "offene Dramaturgie" — der Traum als episch schweifendes, gestaltgebendes Werkelement — wurde durch die Phantastik der Umwelt verdichtet. Anerkennung verdient die bildnerische Feinfühligkeit in den Übergängen Überwirklichraumschaffend wirkte die Musik von Werner Haentjes.

Die Schauspieler waren von der Regie stark typisiert. Ein Glücksfall, wenn dabei ein so persönlich geprägtes Gesicht wie das von Tilla Durieux auftauchte. In den durchlaufenden Rollen vermochte Inge Langen als Indras unter den Menschen leidende Tochter erst allmählich stärker zu fesseln, während Peter Schütte die Gestaltwandlungen des Offiziers bravourös bewältigte. Eine schauspielerische Überraschung war Helmut Feine als der Advokat. Da entpuppte sich ein vielverwendbarer Chargenspieler der Bühne plötzlich als tragende Figur — als ob sie von Kafka stammte. Johannes Jacobi