Es ist also nichts damit. Die Tierliebe hat einen Knacks bekommen. Menschlein, Menschlein, bade allein.

Schon wurde in einigen Kur- und Erholungsorten ernstlich erwogen, Reservate für jede Art von Haustieren samt ihren Besitzern einzurichten; Parks zum Beispiel, in die nur gehen dürfte, wer seinen Vogel in den Urlaub mitnimmt; Parks mit Bäumen, die eigens zum Aufhängen der Käfige angepflanzt sind. In anderen Orten – zum Beispiel – sollten gar Schlammteiche angelegt werden, in denen mit seinem Haustier nur suhlen dürfte, wer sich als Gefährten – eben einen Alligator zu halten beliebt. Schon planten die Bahnverwaltungen, Hundespeisewagen einzusetzen ...

Aus damit. Die tierfreundlichen Planer sind skeptisch geworden. Hat doch die Kurverwaltung von Cuxhaven – „bei aller Tierliebe“, wie sie mit Nachdruck versichert – beschlossen, sogar ihren Hundestrand einfach abzuschaffen. Mit den schönen Hundstagen dieses Jahres gingen die schönen Tage für Hunde auf immer zu Ende. Wenn im nächsten Jahr (der Himmel gebe viel Sonne) sich jedermann wieder ins Wasser stürzt, dürfen Pfiffi, Ajax und Waldmann nicht mehr mit.

„Für Hunde verboten“, wird dann dort auf einem Schild stehen, wo bisher der freundliche Hinweis „Zum Hundestrand“ zu finden war. „Der aus hygienischen und Sicherheitsgründen verständliche Protest vieler Kurgäste gegen Hunde am Strand steht in keinem Verhältnis zu den Wünschen der Hundefreunde“, so verlautet aus Cuxhavener Kurkreisen, und überhaupt habe sich der Hundestrand nicht bewährt, „teils, weil sich die Hundebesitzer mit ihren Hunden dann doch auch im übrigen Strandgebiet aufhalten, teils, weil sich Gäste mit Hunden am ‚Hundestrand‘ zurückgesetzt fühlen.“

Was denn – waren die Hündchen ihren Herrchen und Frauchen nicht treu und liefen stets zu den „übrigen“ Badegästen am allgemeinen Strand? Was denn – waren Herrchen und Frauchen nicht stolz darauf, mit ihren Hundchen einen ganz besonderen Strand „bebaden“ zu können? Offenbar nicht; „es werden ungleich häufiger Klagen über die Kurgastvierbeiner vorgebracht als Lanzen für sie gebrochen werden“.

Künftig also müssen die Kurgastvierbeiner der Kurgastzweibeiner im Urlaub wieder zu Hause bleiben, bei nachsichtigen Nachbarn oder hinter den Gittern eines Zwingers. Aus ist es auch mit den Träumen tüchtiger Unternehmer, Hundestrandkörbe herzustellen, Hundekurkarten zu drucken, ja, gar Hundebadekappen für Pudelchens schönfrisiertes Haupt zu kreieren. Großstadt-Pfiffi muß sich wie einst mit den Spielplatzsandkisten begnügen, um im Sande zu scharren. Es beginnt nun also wieder ein wahres Hundeleben – vielleicht sogar das einzig wahre. o. f.

Fünfzehn Kilometer vor Brüssel ist die Domäne Huizingen (Provinz Brabant) als Erholungszentrum für diejenigen Reisenden eingerichtet worden, die neben der Ruhe auch die Nähe der reizvollen Großstadt Brüssel wünschen. Die Domäne mißt neunzig Hektar; sie besitzt Schwimmbad, Kinderspielplatz, eine Jugendherberge und einen Campingplatz. Das Hotel der Domäne ist im Schloß untergebracht. Daneben hat Belgien an der Küste wie in den Ardennen viele Plätze mit preiswerter Vollpension (zehn Mark etwa) anzubieten.