Das staatliche britische Kohleamt kündigte drastische Kürzungen der britischen Bergbaukapazität an. Mehr als 60 000 Bergleute sollen in den nächsten fünf Jahren im britischen Kohlebergbau entlassen werden. Von 240 Mill. t wurde das Produktionszielfür 1965 auf 200 bis 215 Mill. t herabgesetzt. Rund 200 Zechen werden in diesen fünf Jahren geschlossen. Gegenwärtig sind im britischen Bergbau 650 000 Bergleute beschäftigt. Das Kohleamt hat im vergangenen Winter bereils 36 Zechen geschlossen.

Die österreichischen Beamten haben ihr Ziel erreicht: von 1960 werden sie zusätzlich zu dem als Weihnachtsgratifikation gezahlten 13. Monatsgehalt ein 14. Gehalt ausgezahlt erhalten. In diesem Jahr soll bereits ein Viertel des 14. Monatsgehaltes zur Auszahlung gelangen. In der österreichischen Privatwirtschaft ist die Zahlung eines 14. Monatsgehaltes vielfach schon seit längerer Zeit üblich.

Dreißig Mill. DM hat das Bundesschatzministerium aus dem ERP-Sondervermögen für Kredite bereitgestellt, die zur Erneuerung von alten Wohngebäuden dienen sollen. Die Kredite werden nur für Wohngebäude gegeben, die vor dem 31. Dezember 1944 errichtet worden sind. Für Ein- und Zweifamilienhäuser können Darlehen bis zu einem Betrag von 6000 DM gewährt werden. Für Mehrfamilienhäuser werden je Wohnungseinheit 2500 DM, jedoch nicht mehr als 25 000 DM für den einzelnen Kreditnehmer zur Verfügung stehen. Die Kredite sind mit 5 v. H. pro Jahr zu verzinsen. Die Laufzeit beträgt bis zu 12 Jahren. Darin sind zwei tilgungsfreie Jahre eingeschlossen. Anträge auf solche Kredite können bei den Hausbanken gestellt werden.

In der Innenstadt von Toulouse wurde die erste „Drive-in“-Bank Frankreichs eröffnet. Die Bankkunden werden in Zukunft mit ihrem Wagen am Schalter vorfahren können und brauchen beim Abwickeln ihrer Geldgeschäfte ihr Auto nicht mehr zu verlassen. Anlaß der Einführung dieser Neuerung war die ständig wachsende Parkraumnot auch in den französischen Provinzstädten. – Paris mußte auf den Ruhm, die erste französische „Drive-in“-Bank zu besitzen, verzichten, weil es nicht möglich war, einen geeigneten Platz dafür zu finden.

Eine Sonderkommission der westdeutschen Industrie prüft gegenwärtig die Möglichkeit, eine einheitliche Exportmarke zur Kennzeichnung von Waren aus dem EWG-Raum zu schaffen. Wie der Bundesverband der Deutschen Industrie mitteilte, soll dabei vor allem untersucht werden, ob es auf dem Gebiet des Warenzeichenrechts möglich ist, durch eine solche EWG-Marke „die bisher bestehenden nationalen Grenzen im Sinne der Eropäischen Wirtschaftsgemeinschaft zu überwinden“, Die Kommission hat der Mitteilung zufolge ein echtes Bedürfnis nach einer derartigen Marke bejaht und arbeitet gegenwärtig an Vorschlägen zur Formulierung eines einheitlichen EWG-Markenrechts.