Aus dem Aufsichtsrat der BP Benzin und Petroleum AG ist John D. im Thurn ausgeschieden, da ihn seine Aufgabe bei der British Petroleum Limited in London zu stark in Anspruch nimmt. In der Hauptversammlung wurde Christopher C. F. Laidlaw, Hamburg, als Nachfolger in den Aufsichtsrat berufen. In der Hauptversammlung ermächtigte der Aufsichtsrat den Vorstand, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 1960 um 50 Mill. (genehmigtes Kapital) auf bis zu 350 Mill. DM zu erhöhen.

Bei der Gelsenkirchener Bergwerks-AG, Essen, ist im Zuge der Rationalisierungsmaßnahmen jetzt nach einer Bauzeit von 2 1/2 Jahren ein neuer Schacht auf der Zeche Minister Stein in Betrieb genommen, der die erste Stufe zur Zusammenlegung der Steinkohlenförderung der beiden Dortmunder Schachtanlagen Minister Stein und Fürst Hardenberg ist. Der zweite und letzte Bauabschnitt wird ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen. Das Ziel dieser Rationalisierung besteht nicht in einer höheren Förderung, sondern in erster Linie darin, die Kosten zu senken.

Der Umwandlung der Aktiengesellschaft für Cartonnagenindustrie (Lübeck) stimmte die Hauptversammlung ohne Debatte zu. Die Firma wird auf den Hauptgesellschaften, der I. A. Schmalbach AG in Braunschweig, übergehen. Die Abfindung für die ausscheidenden Aktionäre, die der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Bankdir. Richard Holland (Hannover), mit 300 v. H. angab, soll in der genauen Höhe durch die Spruchstelle des Oberlandesgerichts in Schleswig festgesetzt werden. Als Motiv für die Umwandlung der Gesellschaft wurde die starke ausländische Konkurrenz auf dem Verpackungsmarkt angegeben. Der Hauptgesellschafter, der 75 v. H. des 4 Mill. DM betragenden Aktienkapitals der Cartonnagenindustrie besitzt, könne die Produktion der beiden Firmen koordinieren und daher rationeller gestalten.