• Bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein hat die CDU 39,9 Prozent der Stimmen (Landtagswahl 1958: 44,4 Prozent) gewonnen. Auf die SPD entfielen 36,8 (35,9) Prozent, die FDP erreichte 8,8 (5,4) und der BHE 8,1 (6,9) Prozent.

Die CDU bekam zu spüren, daß bei Kommunalwahlen die Bundespolitik nicht honoriert wird. Die große Überraschung: Der Erfolg der FDP.

  • Chinesische Truppen haben mit Mörsern und Maschinengewehren indische Grenzposten in Ladak überfallen und aufgerieben. Die indische Öffentlichkeit ist außer sich über diesen brutalen Angriff.

Nehru, der nach ähnlichen Ereignissen im September die Öffentlichkeit zu seiner zweigleisigen Politik: friedliche Regelung und äußerste Bereitschaft zur Verteidigung bekehrt, hatte, wird nun von beiden Gleisen aus angegriffen, sowohl von den Koexistenzlern wie von den Militanten.

  • Die Meldung der Sowjetzonen-Nachrichtenagentur ADN, daß an dem zur Zeit in Ostberlin stattfindenden FDGB-Kongreß „100 westdeutsche und Westberliner Arbeiter- und Gewerkschaftsfunktionäre“ teilnehmen, hat der DGB-Vorsitzende Richter als unwahr zurückgewiesen: Niemand habe eine Mandat, für die Gewerkschaften der Bundesrepublik zu sprechen, oder Grußbotschaften zu übermitteln.

Die eindeutige Ablehnung des DGB, die sogenannten Arbeitervertreter im sogenannten Arbeiter- und Bauernstaat für voll zu nehmen, ist außerordentlich wichtig, denn die Stimme eines Gewerkschaftsführers zählt drüben mehr als die von 100 Kapitalisten.

  • Nach zweimonatiger Konferenzunterbrechung sind in Genf die Vertreter der drei Atommächte zusammengekommen, um über die kontrollierte Einstellung der Kernwaffenversuche zu beraten.