Wer wie ich den größeren Teil seines Wissens aus Nachschlagewerken bezieht, darf sich froh und glücklich schätzen, in Zukunft nicht mehr nur über Betriebsprüfung und Geishas mitreden zu können, sondern auch über Monotheismus und Päpste; nicht mehr nur über das Akzelerationsprinzip und den Ehrenschutz, sondern auch über Freikirchen und Jugendkriminalität.

„Salopp“, erfährt er, stammt aus dem Französischen und kam in der Goethezeit auf. Es bedeutet „lässig, nachlässig, schlampig“. Er erfährt es (und manches andere, was ihm noch wissenswerter erscheinen mag) aus dem jüngsten Band

„Der neue Brockhaus“, Allbuch in fünf Bänden und einem Atlas; F. A. Brockhaus Verlag, Wiesbaden; je Band (etwa 600 S.) 34, – DM.

Das Erscheinen dieses vortrefflichen und in Deutschland einzigartigen Werkes, das es unternimmt, wie in Frankreich der große Larousse, nicht nur nach Art eines Konversationslexikons die wichtigsten Dinge, Begriffe und Namen zu erklären, sondern auch alle Wörter der deutschen Sprache zu verzeichnen und ihre Herkunft sowie Bedeutung anzugeben, hatten wir seinerzeit angezeigt (ZEIT Nr. 46/1958). Es sind inzwischen die ersten vier Bände erschienen.

Ebenfalls vier Bände liegen jetzt vor von dem auf acht Bände angelegten

„Staatslexikon: Recht – Wirtschaft – Gesellschaft“, herausgegeben von der Görres-Gesellschaft, sechste, völlig neubearbeitete und erweiterte Auflage; Herder Verlag, Freiburg; je Band (etwa 620 S.) in Leinen 76,– DM, in Halbleder 85,– DM.

Wir haben das Erscheinen des Staatslexikons in der ZEIT Nr. 46/1958 zum Anlaß einer ersten Besprechung genommen. Der jüngste Band („Hauriau“ bis „Konsum“) enthält beispielsweise Biographien von Hindenburg, Hitler, Hugenberg, Huizinga, Keynes, Artikel über Länder wie Indien, Irak, Irland, Israel, Italien, Japan, Jugoslawien und Kanada; und auf politischem Gebiet Arbeiten über Ideologie, Imperialismus, Kalter Krieg, Kommunismus, Konkordat.