Als Erwiederung auf den in der ZEIT Nr. 44 veröffentlichten Leserbrief erhielten wir folgende Zuschrift:

Ihr Leser irrt, wenn er behauptet, daß wir 1957 zugleich mit einer Senkung des 10-Dpf-Tarifs auf 9 Dpf pro kWh die Grundgebühren für den 6-Dpf-Tarif erhöht hätten. Das konnte gar nicht geschehen, weil wir den 6-Dpf-Tarif erst 1957 eingeführt haben. Vorher haben die HEW auf dem Gebiet der Haushaltstarifabnehmer offiziell nur den 10-Dpf-Preis je kWh gehabt. Daneben machten die HEW mehrere Jahre einen Versuch bei voll elektrifizierten Haushalten mit einem Arbeitspreis von 6 Dpf je kWh und einem Grundpreis von 3,– DM für den ersten Raum und 2,– DM für jeden weiteren grundpreispflichtigen Raum. Dieser Grundpreis wurde bei der festen Übernahme des Versuchstarifs in den neuen H-6-Tarif nicht geändert. Da die Erfahrungen in den Versuchsjahren andererseits gezeigt hatten, daß ein Teil der zukünftigen H-6-Abnehmer nicht mit dem allgemein üblichen Zähler auskommen würde, erhielten sie einen Drehstromzähler, weil die Anzahl, Art und Größe der angeschlossenen Geräte über das übliche Maß hinausgingen. Nur für diese Besitzer solcher Drehstromzähler wurde ein Zusatzpreis von 2,– DM monatlich erhoben.

Hamburgische Electricitätswerke

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