75 Jahre Breitenburger Portland-Cement-Fabrik. – Am 10. November feierte die Breitenburger Portland-Cement-Fabrik, Hamburg und Lägerdorf, ihr 75 jähriges Bestehen. Das Unternehmen wurde am 15. März 1884 mit einem Kapital von 450 000 Mark gegründet und begann seine Tätigkeit mit einer Kapazität von 17-000 Jahrestonnen. Durch ständige Erweiterungen der Produktionsanlagen beträgt die Kapazität heute 1 Million t. Das Aktienkapital ist inzwischen auf 6,008 Mill. DM angewachsen. Die Gesellschaft hat namentlich in den Jahren seit der Währungsreform kräftig investiert, um den durch die Kriegsereignisse eingetretenen Fortschritt in den internationalen Zementerzeugnissen einzuholen. Daß dem Unternehmen dies gelungen ist, beweist die Tatsache, daß nach der Währungsreform zeitweise bis zur Hälfte der Jahresproduktion exportiert werden konnte.

Bei der Firma Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz, Köln, hat sich eine Änderung in den Besitzverhältnissen vollzogen. Schon einmal im Jahre 1830, beschränkte Johann Baptist Farina im Interesse des Unternehmens die jeweilige Geschäftsbeteiligung auf den ältesten Sohn. Heute haben ähnliche Erwägungen dazu geführt, alle Anteile am Unternehmen in einer Familie zu konzentrieren. Nach freundschaftlicher Verständigung mit den bisherigen Partnern sind nunmehr die in direkter Linie vom Gründer abstammende langjährige Gesellschafterin, Frau Marianne Langen, geb. Heimann, und ihr Gatte, Herr Victor Langen, alleinige Inhaber der ältesten bestehenden Eau de Cologne-Fabrik.

Einen Bericht in ausdrucksvoller Klarheit veröffentlicht die Schwäbische Hüttenwerke GmbH, Wasseralfingen, über ihr Geschäftsjahr 1958/59 (31. 3.). Obwohl das Unternehmen als GmbH nicht zur Publizität verpflichtet ist, stellt sie seit einiger Zeit ihre Bilanzzahlen und Erläuterungen der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Das Stammkapital des Unternehmens von 5 Mill. DM befindet sich je zur Hälfte im Besitz der GHH und des Landes Baden-Württemberg. Für 1958/59 wird wieder eine Dividende von 7 v. H. verteilt. Der Umsatz hielt sich mit 73,6 Mill. DM etwa auf Vorjahreshöhe. Der Auftragsbestand bleibt mit 16,4 Mill. DM gleich hoch wie im Vorjahr. Er hatte sich im Verlauf des Geschäftsjahres abgebaut, konnte jedoch in den letzten Monaten wieder auf den Stand vom 1. 4. 1958 gebracht werden.

Mit „gestutzten Flügeln“. – Um Mißverständnissen vorzubeugen, die aus einem Satzfehler entstehen können, der uns in dem Artikel „Mit gestutzten Flügeln“ (DIE ZEIT vom 6. 11. 1959) unterlaufen ist, weisen wir ausdrücklich darauf hin, daß Hans M. Bongers seit dem Gründungstag der Lufthansa Vorstandsmitglied der Gesellschaft ist.