hst., Düsseldorf

Ich saß in der dritten Reihe des Schwurgerichtssaales im Düsseldorfer Landgericht. Justizamtmann Miebach von der Pressestelle des Landgerichts verteilte Zettel mit einer graphischen Darstellung von Schwurgerichtssaal, Garderobe, Telephon, Presse- und Arbeitsraum und WC, getrennt nach „H“ und „D“. Die vier ersten Sitzreihen im Zuhörerraum waren für die Presse reserviert.

Um die restlichen Zuschauersitze entbrannte indessen auf dem Hof des Düsseldorfer Landgerichts ein heftiger Kampf. Dort standen die Düsseldorfer Schlange, um noch eine Eintrittskarte zu bekommen. Doch die meisten gingen leer aus. Die fragten von Zeit zu Zeit den Wachtmeister: „Gibt es etwas Neues?“ und: „Hat er schon gestanden?“

Gestehen sollte der einunddreißigjährige Werner Boost aus Düsseldorf, auch „Liebespaarmörder“ genannt, die Morde

an dem DGB-Rechtsschutzsekretär Lothar Servé,

an dem Liebespaar Thea Kürmann und Friedhelm Behre,

an dem Liebespaar Hildegard Wassing und Peter Falkenberg.