• 500 000 amerikanische Stahlarbeiter haben nach einem fast viermonatigem Streik die Arbeit wieder aufgenommen. Der Oberste Gerichtshof der USA sah einen nationalen Notstand als erwiesen an. Damit konnte das Taft-Hartley-Gesetz angewendet werden, nach dem die Arbeiter für eine „Abkühlungsfrist“ von 80 Tagen wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren müssen.

Der Arbeitskampf ist jedoch keineswegs entschieden. Die Aussichten auf einen endgültigen Vergleich sind nach wie vor gering.

  • Zum neuen amerikanischen Botschafter in Bonn wurde der Unterstaatssekretär für Europäische Angelegenheiten im US-Außenministerium Walter C. Dowling ernannt. Er ist ein Berufsdiplomat und gilt als hervorragender Deutschlandkenner.

In der kritischen Phase der Ost-West-Gespräche über Deutschland und die Berlinfrage werden also die USA In Bonn durch einen Botschafter vertreten sein, der die Probleme besonders gut kennt.

  • Zum erstenmal seit neunzehn Monaten diskutierte das Bonner Parlament über die Außenpolitik. Außenminister Brentano warnte vor einer isolierten deutschen Politik, Er lehnte jene Disengagement-Pläne ab, die vom SPD-Vorsitzenden Ollenhauer als einzige Möglichkeit zur Lösung der Deutschlandfrage bezeichnet wurden.

Der alte schroffe Gegensatz zwischen Regierungsparteien und Opposition – und auch die alten Argumente.

  • Am 42. Jahrestag der sowjetischen Revolution am 7. November ist entgegen der ursprünglichen Absicht der SED die Hammer- und Zirkel-Flagge auf den S-Bahnhöfen in Berlin nicht gehißt worden.