Die jüngste Privatbank in Düsseldorf, die Bankhaus Simon KGaA, hat ihren Start gleich mit einer Kapitalerhöhung begonnen. Eine außerordentliche Hauptversammlung hat die Aufstockung des genehmigten Kapitals von 4 auf 6 Mill. DM, das ist genau die Hälfte des Grundkapitals von 12 Mill. DM, beschlossen. Von dem genehmigten Kapital sollen demnächst 3 Mill. DM begeben werden, da die Bank, wie der persönlich haftende Gesellschafter Friedrich Simon erklärte, "zur Zeit sehr gut gefragt sei". An der Kapitalerhöhung wird lediglich die Bayerische Vereinsbank mit ihrem bisherigen Anteil von etwa 26 v. H. des Grundkapitals teilnehmen; den übrigen Aktionären wird ein Bezugsrecht von 5:1 eingeräumt. Zu dem Anteilseignerkreis des neuen Bankinstitutes gehört neben der Bayerischen Vereinsbank auch die Berliner Bank. Enge und freundschaftliche Bindungen bestehen darüber hinaus zur Braunschweigischen Staatsbank. Insgesamt wird das Unternehmen nach der Kapitalerhöhung etwa 65 bis 70 Aktionäre haben. Die überwiegende Mehrheit des Kapitals geht nach den Angaben der Verwaltung im Einzelfall nicht über 500 000,– DM hinaus. Man legt Wert darauf, daß das Kapital weitgehend in Händen von Privatpersonen oder privaten Unternehmen bleibt.

Friedrich Simon und Dr. Ulrich Worringer (persönlich haftende Gesellschafter der neugegründeten Bank) sehen im Bankenbereich noch eine gewisse Lücke, die sie mit ihrem Haus ausfüllen können. Bankier Simon, der im vergangenen Jahr bei der Bank für Gemein Wirtschaft ausgeschieden ist, baut sein Geschäft auf dem "Kredithunger des Reviers" auf, den er aus seinem jahrelangen Wirken gut kennt. Seit dem 4. 1. ist das Bankhaus Simon an der Börse tätig. nmn