Die Fülle der Aufgaben der Erwachsenenbildung, von der politischen Bildung bis zur Bildung des Geschmacks, von den Kursen „Man benimmt sich wieder“ bis zu berufsorientierten Kursen, von der Einführung in die Entwicklungsländer bis in die Kompositionen von Alban Berg, wird in dem Gutachten erörtert. Die Diskrepanz zwischen der ungeheuren Aufgabe, die hier vor uns liegt, und der Unzulänglichkeit der bisher aufgewandten personellen, räumlichen und finanziellen Mittel wird klar ausgesprochen. Das Gutachten gipfelt in sehr konkreten Forderungen an Bund, Länder und Gemeinden über die verstärkte Förderung für Volkshochschulen und Volksbüchereien.

Für die Entwicklung von Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung ist dieses Gutachten ein Grundsatzprogramm, dessen Forderungen die bescheidene Lage dieser Bildungseinrichtungen langsam der Größe ihrer Aufgaben anpassen sollten. Für jeden von uns gibt das Gutachten einen Spiegel dieser Zeit, ohne Rezept, ohne Lösung im idealistischen Sinn, aber voller Spannungen und mit einer Vitalität, die wir im pädagogischen Raum nicht mehr gewohnt waren.