Von Wolfgang Ebert

Sie meinen also, der nächste Präsident von Amerika wird Kennedy heißen“, sagte ich zu Herrn Gleski, dem Chef einer Public-Relations-Firma von globaler Bedeutung.

„Der Junge wird es schaffen“, erwiderte Herr Gleski und blies mir dabei den Rauch seiner Zigarre in die Augen. „Aber Nixon ist ein harter Gegner.“

„Eisenhower unterstützt ihn, und er hat sich damals so bravourös gegen Chruschtschow gehalten!“

„Ach was“, meinte Herr Gleski mit einer wegwerfenden Handbewegung, „das zählt doch überhaupt nicht. Sie mißverstehen die moderne Demokratie. Der entscheidende Wahlfaktor ist heutzutage die Frau. Wo aber wählen Frauen?“

„Natürlich in den Wahlzellen.“

„Falsch! Vor dem Bildschirm. Allenfalls noch im Kino, während der Wochenschau. Frauen aber wählen in erster Linie den Mann – nicht seine Ansichten über die Subventionen für die Landwirtschaft.“