Im Jahre 1959 hat der Umlauf der von der Deutsche Centralbodenkredit-AG, Berlin-Köln, ausgegebenen Schuldverschreibungen erstmals Wieder die Milliarden-Grenze überschritten. Er nahm im Berichtsjahr um 131,6 Mill. DM zu. Hinzu kommen Lieferungsverpflichtungen von 9,3 Mill. Die Bank betont im Geschäftsbericht, daß die Tiefstkurse ihrer Papiere erheblich über den Kursen anderer festverzinslicher Werte mit gleichem Zinssatz lagen, weil die Besitzer ihrer Schuldverschreibungen im allgemeinen diese auch bei verschlechterter Marktlage behielten. Die Bank beklagt, daß Pfandbrief und Kommunalobligation in der gegenwärtigen eigentumspolitischen Diskussion über Wege und Möglichkeiten einer breit gestreuten Vermögensbildung nicht die Berücksichtigung finden, die ihnen auf Grund ihrer wichtigen volkswirtschaftlichen Aufgaben zukommt.

Im Aktivgeschäft hat sich der Wettbewerb weiter verschärft. Er nahm nicht nur unter den Hypothekenbanken selbst zu, sondern auch mit den Sparkassen und Versicherungsunternehmer, die infolge der gestiegenen Spareinlagen und Prämienaufkommen in einem relativ größeres Maße an der Vergabe von Hypotheken beteiligt waren als in früheren Jahren. Dennoch konnte die Bank ihre Zusagen an Ia- und Ib-Hypotheken im Berichtsjahr weiter erhöhen. Mit 148,7 Mill. – einschließlich 18,7 Mill. Rahmenverträge – übertrafen sie das Vorjahr um 36,4 Mill. DM. Die Zusagen an reinen Kommunaldarlehen gingen dagegen von 90,7 Mill. auf 10,1 Mill. zurück. Hierin kam deutlich der Entschluß der Bank zum Ausdruck, im Kommunalgeschäft Zurückhaltung zu üben. 1960 wurden Verpflichtungen aus noch nicht abgewickelten Geschäften von 124,3 (83,4) Mill. übernommen;

Gegen Ende des Geschäftsjahres wurden neue Aktien von 6 Mill. ausgegeben. Damit erhöhen sich das Grundkapital von 18 Mill. auf – in der Bilanz 1959 noch nicht ausgewiesene – 24 Mill. und die gesetzliche Rücklage auf mindestens den gleichen Betrag. Die Erhöhung von Grundkapital und Rücklage ermöglichen eine Erweiterung des Umlaufs an Schuldverschreibungen um 336 Mill. Für 1959 soll die Dividende auf 12 (10) v. H. erhöht werden. ne

Westkredit zahlt unverändert 8 v. H. – Nach Verstärkung der Rücklagen um 0,15 (0,25) Mill. DM weist die Westdeutsche Kreditbank für Baufinanzierung AG (Westkredit), Köln, für das Geschäftsjahr 1959 einen Gewinn von 0,20 (0,17) Mill. DM aus. Hieraus werden unv. 8 v. H. Dividende auf das 2 Mill. DM betragende Grundkapital verteilt. Das Kapital wird auf 4 Mill. DM erhöht. Die Provinzial-Lebensversicherungsanstalt der Rheinprovinz (Düsseldorf), die schon früher einen Teil der Westkreditaktien erworben hat, nimmt ebenfalls an der Kapitalerhöhung teil. Die Aktien der Westkredit sind nunmehr auf neun Versicherungsgesellschaften und die westdeutsche Finanzierungsgesellschaft mbH (Westfinanz), Köln, verteilt. Nach Mitteilung der Verwaltung hat die Gesellschaft im Berichtsjahr – trotz der durch die große Flüssigkeit auf dem Geldmarkt verschärften Konkurrenz in der Bauzwischenfinanzierung – ihr Kreditvolumen erhöhen können.