Staatsfinanzrat Schilling Ehrenvorsitzender

Die nutzbare Stromabgabe der Nordwestdeutsche Kraftwerke AG (Hamburg) nahm im Geschäftsjahr 1958/59 (30. September) auf 2171. Mill. kWh gegen 2028 Mill. kWh im Vorjahr zu. Die Abgabe im eigenen Versorgungsgebiet der Gesellschaft hat sich in den letzten zehn Jahren: von 736 Mill. kWh auf 1857 Mill. kWh erhöht und ist damit auf das zweieinhalbfache gestiegen. Im Herbst 1960 wird die erste Baustufe des neuen Kraftwerks in Stader Sand mit einer installierten Leistung von 125 MW fertiggestellt sein. Der Ausbau eines weiteren Blocks von gleicher Größe mußte daher bereits in Angriff genommen werden. Seit der Währungsreform wurden im Anlagevermögen brutto 337 Mill. DM investiert. Mit 41,7 (38,2) Mill. DM erreichten die Investitionen im Berichtsjahr einen Höchststand seit Bestehen der Gesellschaft. Die Hauptversammlung beschloß antragsgemäß, eine Dividende von 11 v. H. zu verteilen.

Großaktionär ist die Preußische Elektrizitäts-AG (Hannover) mit rd. 80 v. H. Im laufenden Geschäftsjahr hat sich der Stromabsatz weiter erhöht. Im Durchschnitt betrug die Wachstumsrate in den ersten sieben Monaten 11,3 v. H. Damit scheint sich nach Ansicht der Verwaltung eine wesentliche Voraussetzung für einen wiederum befriedigenden Abschluß zu ergeben.

Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende, Staatsfinanzrat Hermann Schilling, wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Als neues Mitglied ist Staatssekretär a. D. Professor Alfred Hartmann (Bad Godesberg) in den Aufsichtsrat eingetreten.

V. D.

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Bei der J. P. Bemberg AG wurde 1959 eine Umsatzsteigerung von 20 v. H. und ein Gesamtumsatz von 61,7 Mill. DM erzielt. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Gewinn, der gemäß Organschaftsvertrag an die Vereinigte Glanzstoff-Fabriken Aktiengesellschaft abgeführt wurde, so daß die Bilanz ausgeglichen ist.