Die Unruhen in Ankara gehen weiter – Gespräch mit dem Oppositionsführer Ismet Inönü

Von Egon Vacek

Ankara, im Mai

In einer halben Stunde wollen sie unser Hauptquartier stürmen und auch das Haus von Ismet Pascha. Sie haben Tausende von Bauern aus der Provinz herbeigeschafft und ihnen Geld und Schnaps gegeben...“

Ich sitze im Hauptquartier der Republikanischen Volkspartei der Türkei, einem leicht ramponierten Gebäude am Kisilay Platz.

„Was werden Sie machen?“ frage ich Bülent Ecevit, „die rechte Hand“ des Oppositonsführers Ismet Inönü, einen sehr agilen jungen Mann, der wie Nasser aussieht.

„Wir haben unsere Leute alarmiert und den Gouverneur um Schutz gebeten. Wollen Sie sich die Attacke von hier aus ansehen?“