„Ich gehöre auch nicht zu denen, die da glauben, es ginge unserem deutschen Volk schon zu gut. Ich verachte jene Snobs, die... von nichts anderem und nichts Besserem zu sprechen wissen als vom „Wirtschaftswunder“ oder von den „Wirtschaftswunderkindern“. Ich weiß genau, es gibt noch viele in unserem Volk, die nicht von Überfluß geplagt sind, sondern die immer noch rechnen müssen.“ (Prof. Erhard auf der Deutschen Industrie-Messe in Hannover.)

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Der Arbeitskräftemangel zwingt die Wirtschaft dazu, Gegenden aufzusuchen, die noch über ein Reservoir an Arbeitskräften verfügen. Bevorzugt werden bei neugegründeten Betrieben der Bayerische Wald, in begrenztem Umfang der Schwarzwald, das Emsland und bestimmte Gegenden der Eifel.

Die Commonwealth-Präferenzen unterliegen einem ständigen Abbauprozeß. Kürzlich hat Premierminister Nash von Neuseeland in Paris erklärt, seine Regierung werde das Zollabkommen mit Großbritannien revidieren. Die Präferenzen für britische Waren würden abgebaut, um für Frankreich u.a. Länder bessere Startbedingungen in Neuseeland zu schaffen.

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Das Bezirksgericht in Tulsa (Oklahoma) hat 29 amerikanische Ölgesellschaften von dem Verdacht, gegen das Antitrustgesetz verstoßen zu haben, freigesprochen. Den Gesellschaften war vorgeworfen worden, Anfang 1957 die Preise für Rohöl auf Grund einer geheimen Absprache erhöht zu haben. Die 21 Monate dauernde Voruntersuchung durch das Gericht ergab, daß man den Konzernen eine geheime Preisabsprache nicht nachweisen kann.

Die französischen Automobilfirmen wollen die höheren Stahlpreise, die sie seit kurzem zahlen müssen, nicht in ihren Verkaufspreisen auffangen, sondern an die Konsumenten weitergeben. Voraussichtlich wird die Regierung den Wünschen der Automobilproduzenten nach höheren Kraftfahrzeugpreisen stattgeben.