Kürzlich haben wir unseren Sohn ins Kino mitgenommen. Der Film hieß „Die Schlacht im Korallenmeer“, und im Vergleich zu anderen Kriegsfilmen war er ziemlich schlecht. Er handelte von der Besatzung eines amerikanischen U-Bootes, die von den Japanern gefangengenommen und in ein Lager gesteckt wird. Der Mann, der im Gefangenenlager den Befehl führt, ist – zumindest nach Lagermaßstäben – ein recht zivilisierter Mann, und er weigert sich, die Amerikaner foltern zu lassen, obwohl er weiß, daß sie kriegsentscheidende Geheiminformationen besitzen. Seine Untergebenen freilich sind aus anderem Holz sie sind typische, brutale Gefangenenwärter.

Nach dem Kino gingen wir in ein Café, um noch etwas zu trinken. Unser Sohn war recht nachdenklich. Der Film hatte einen tiefen Eindruck auf ihn gemacht.

Schließlich sagte er: „Die Japaner waren schlechte Menschen. sonst hätten sie das mit den Amerikanern nicht gemacht. Nicht wahr?“

„Ja“, sagten wir. „Aber jetzt sind sie nicht mehr schlecht.“

„Warum?“ wollte er wissen.

„Weil sie solche Dinge nicht mehr tun.“

Er dachte eine Weile nach, dann sagte er: „Aber warum taten sie denn diese Dinge damals?“