Die Kali-Chemie AG, Hannover, deren Mehrheit sich bei der Deutsche Solvay-Werke GmbH, Solingen-Ohligs, (belgische Solvay-Gruppe) befindet, hat 1959 nach einem 15prozentigen Umsatzanstieg einen Gesamtumsatz von 205 Mill. erreicht. Das Kapital wird zu Lasten der Gesellschaftsmittel von 35,0 auf 52,5 mit Dividendenberechtigung für 1960 erhöht werden. Außerdem will sich die Verwaltung ermächtigen lassen, bis 1965 eine Aufstockung um weitere 2,5 Mill. durch Sach- oder Bareinlagen durchzuführen. Das Ergebnis für 1959 gestattet einen Dividendenvorschlag von 16 v. H. (12 plus 2 v. H. Bonus). Vor Feststellung des Gewinns, der einschl. Vortrag mit 5,69 ausgewiesen wird, gingen 7,5 (4,5) an die Lastenausgleichsrücklage und 0,95 an die freie Rücklage. Die offenen Rücklagen erreichen nunmehr 34,05 (25,52) Mill. DM.

Produktion und Absatz nahmen einen günstigen Verlauf. Auf den Export entfielen 25 v. H. Im Kaligeschäft haben sich In- und Auslandsumsätze weiter erhöht. Die Schwerchemikalien haben an der günstigen Marktlage in erfreulichem Maße teilgenommen. An bevorzugter Stelle des Exportprogramms standen wieder Katalysatoren für die Erdölindustrie. Die gesamte pharmazeutische Produktion wird in dem Werk Neustadt zusammengefaßt werden. Auf dem Farbengebiet wurde entsprechend der gestiegenen Nachfrage die erste Stufe der neuen Investitionsplanung verwirklicht.

Neu gegründet wurde die Kali-Chemie-Engelhard Katalysatoren GmbH, in der mit der Engelhard Industries Inc., Newark, N. J., und der W. C. Heraeue GmbH, Hanau/Main, die gemeinsamen Interessen für das Geschäft in Platinkatalysatoren zusammengefaßt wurden. In München und Hamburg werden die pharmazeutischen Werke stillgelegt, sobald im Herbst das neue größere Werk in Neustadt fertig ist.

Das laufende Jahr hat sich weiter günstig entwickelt. Mit der Stauffer Chemical Company International A. A., Genf, wurde inzwischen die Kali-Chemie-Stauffer GmbH mit einer Beteiligung von je 50 v. H. gegründet. In dieser Gesellschaft wird die Stauffer Chemical Company, New York, ihre Fabrikationsinteressen auf dem europäischen Markt gemeinsam mit der Gesellschaft wahrnehmen. Ga.

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Bei dem Nationalen Kranken-Versicherungsverein a.G., Stuttgart, stiegen die Beitragseinnahmen in 1959 gegenüber dem Vorjahr um 12,5 v. H. auf ca. 12,2 Mill. DM. Die Versicherungsleistungen, das sind die tatsächlichen Leistungen des Vorjahres und des Geschäftsjahres einschließlich Schadenbearbeitungskosten, verursachten Aufwendungen von 8,5 Mill. und stiegen gegenüber dem Vorjahr um ca. 2 v. H. auf 70,19 v. H. der Beitragseinnahmen. Der Vorstand rechnet auch für das Jahr 1960 mit einer gesunden Aufwärtsentwicklung.

Vorläufig keine neue Bubiag-Brikettfabrik. Die in Frankfurt abgehaltene Hauptversammlung der Braunkohlen- und Brikett-Industrie AG BUBIAG (München) billigte alle Punkte der Tagesordnung einstimmig. Vertreten waren rd. 12,23 des 14,76 Mill. betragenden Grundkapitals. Wie mitgeteilt wurde, soll das Projekt, eine Brikettfabrik in Walburg für die Betriebsabteilung Meißner zu errichten, vorläufig zurückgestellt werden; man will zunächst die weitere Entwicklung auf dem Brennstoffmarkt abwarten. In den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist die Förderung bei Frielendorf und Meißner um rd. 55 000 t gegenüber dem Vorjahrsstand zurückgegangen! die Belegschaft wurde entsprechend vermindert. Den Tiefbau Frielendorf hat man wegen Erschöpfung des Kohlevorkommens im September 1959 stillgelegt. Die Verwaltung hofft, daß trotz der höheren Lohn- und Gehaltskosten für 1959/60 die gleiche Dividende gezahlt werden kann wie diesmal, entsprechende Erträge der Beteiligungsgesellschaften vorausgesetzt.