Der Umsatz der in schweizerischem Mehrheits-Besitz befindlichen Brown, Boveri & Cie., AG, Mannheim, ist 1959 auf 656,0 (573,0) Mill. DM gestiegen. Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist nicht ohne weiteres möglich, da im Umsatz des Berichtsjahres die Lieferungen umgewandelter Tochtergesellschaften vom Stichtag der Umwandlung an enthalten sind. Das Exportgeschäft hat zur Umsatzerhöhung wesentlich beigetragen. Der Auftragseingang ist nach anfänglicher Zurückhaltung ab Jahresmitte 1959 wieder angewachsen und lag insgesamt über den Bestelleingängen des Vorjahres. Er entsprach etwa dem Umsatz, so daß der Auftragsbestand nahezu unverändert blieb. In den einzelnen Geschäftszweigen war die Entwicklung nicht einheitlich. Die Belebung war bei Serienerzeugnissen stärker als im Anlagengeschäft. Die Preise der Erzeugnisse hatten eine im Durchschnitt rückläufige Tendenz. Die Ursachen lagen vor allem in den Preisrückgängen bei verschiedenen Serienerzeugnissen, besonders bei Kühlschränken.

Das Ergebnis gestattet für 1959 einen Dividendenvorschlag von 14 (13 v. H.) auf das alte Kapital von 54,0. Die neuen Aktien von 9,0 Mill. sind erst für 1960 dividendenberechtigt. Die Investitionen hielten sich im Rahmen des Vorjahres. Von den Anlagezugängen von 56,31 (25,47) Mill. entfallen 28,8 Mill. auf die Umwandlung von Tochtergesellschaften. Das Vermögen der Rheinische Draht- und Kabelwerke GmbH, Köln, der Stotz-Kontakt GmbH, Mannheim/Heidelberg, der Isolation AG, Mannheim, der Saar Brown Boveri GmbH, Saarbrücken, und der Elektra-Lack-Gesellschaft mbH, Bruchsal, wurde im Berichtsjahr übernommen.

Das laufende Jahr hat sich bis jetzt zufriedenstellend entwickelt. Der Auftragseingang war höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Zur Abrundung des Haushaltgerätegeschäftes, wurde zu Beginn des Jahres 1960 die Rondo-Werke Berning & Co, Schwelm, übernommen, die hauptsächlich Waschmaschinen herstellt. Die Tochtergesellschaften hatten im allgemeinen ein wieder zufriedenstellendes Ergebnis. Bei der H. Römmler GmbH, Mannheim, konnte die Kapazität befriedigend genutzt werden. Die Sigma-Frigo-Therm GmbH, Mannheim, hat den Umsatz von Haushaltgeräten und Gewerbekühlmöbeln wesentlich gesteigert. Ga.

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Die Jute-Spinnerei und Weberei Bremen weist trotz eines leichten Umsatzrückganges (auf 14,6 Mill. DM) einen Gewinn von 0,27 Mill. DM aus, durch den der Verlustvortrag von 0,56 Mill. DM auf 0,29 Mill. DM reduziert wird. Die Umsatzeinbuße ist im wesentlichen auf vorübergehende Kurzarbeit, sowie auf die Stillegung des Werkes Bremen und die Konzentration im Werk Delmenhorst zurückzuführen. Der gegenwärtige Auftragsbestand sichert, besonders für Spezialerzeugnisse, eine Beschäftigung bis in das zweite Halbjahr 1960 hinein. Das Unternehmen ist mit Rohjute günstig eingedeckt

Die Bilanz steht weitgehend im Zeichen der Konzentration der Fertigung in Delmenhorst, wo 1,77 Mill. DM investiert wurden. Demgegenüber stehen Anlageabgänge von 1,47 aus dem Verkauf des Werkes Bremen. Das Anlagevermögen ist nach 0,55 Abschreibungen jetzt mit 4,55 (4,81) bewertet. Das Umlaufvermögen wuchs trotz geringerer Vorräte – 3,48 Mill. gegen 4,29 Mill. i. V. – auf 7,94 (6,69), und zwar im wesentlichen wegen der auf 2,70 (0,26) gestiegenen „Sonstigen Forderungen“ die unter anderem den Kaufpreisanspruch aus dem Verkauf des Werkes Bremen an die Stadt enthalten.