Die Landesbank und Girozentrale Schleswig-Holstein, Kiel, die in diesem Jahr ihren Geschäftsbericht schon sehr frühzeitig vorlegt, konnte in 1959 entsprechend der günstigen konjunkturellen Entwicklung ihren Geschäftsumfang in allen Sparten weiter steigern. Die Ertragslage blieb befriedigend. Vorweg wurden den Rücklagen 5 Mill. DM zugeführt, die mit 20 Mill. DM jetzt die Höhe des Stammkapitals erreicht haben. Daneben konnten – wie der Vorstand mitteilt – auch die stillen Reserven wieder gestärkt werden. Aus dem ausgewiesenen Reingewinn von 1,8 Mill. wird eine Dividende von 6 v. H. ausgeschüttet.

Die Liquiditätslage der Bank war während des ganzen Jahres durch eine hohe Zahlungsbereitschaft gekennzeichnet, eine Folge der allgemein hohen Liquidität speziell auf Grund der Stellung der Bank als zentrales Geldinstitut der schleswigholsteinischen Sparkassen. Der Gesamtumsatz auf einer Seite des Hauptbuches hat sich gegenüber dem Vorjahr um 9 v. H. auf 25,6 Mrd. DM ausgedehnt. Die Bilanzsumme ist noch mehr als 1958 um 279 Mill. DM (+ 17 v. H.) auf 1,899 Mrd. DM angewachsen, ebenso das unter Einbeziehung der Eventualverbindlichkeiten ermittelte Geschäftsvolumen von 2,01 Mrd., an dessen Zunahme um 274 Mill. DM (oder 16 v. H.) das eigene Geschäft mit 231 Mill. und das Treuhandgeschäft mit 43 Mill. beteiligt waren. Die Mittel für die Ausdehnung des Geschäftsumfanges stammen hauptsächlich mit 109,1 Mill. aus dem Verkauf von Schuldverschreibungen, mit 70,6 Mill. aus der Aufnahme langfristiger Darlehen und mit 56,7 Mill. aus neu zugeflossenen Einlagen. Das langfristige Kreditvolumen ist mit 159,9 Mill. (+ 22 v. H.) noch wesentlich stärker als im Vorjahr auf 887,3 Mill. gestiegen. -dt