Die deutschen Philips-Unternehmen konnten 1959 ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr dem Wert nach um 18 (29) v.H. steigern. Diese Umsatzsteigerung liegt über der durchschnittlichen Zuwachsrate der elektrotechnischen Industrie in der Bundesrepublik, die rund 10 (11) v. H. betrug. Im Geschäftsbericht der Allgemeinen Deutschen Philips Industrie GmbH ALLDEPHI , Hamburg, der Muttergesellschaft der deutschen Philips-Unternehmen, der von dieser GmbH wieder freiwillig erstattet wird, ist diese erfreuliche Umsatzzunahme mit dem wachsenden Wunsch der Verbraucher nach arbeit- und zeitsparenden Wirtschaftsgeräten im Haushaltsbereich sowie nach Erzeugnissen für den Unterhaltungsbereich begründet. Infolgedessen haben sich bei den Konsumgütern, den entsprechenden elektronischen und elektrotechnischen Einzelteilen, aber auch bei einigen Investitionsgütern hohe Zuwachsraten ergeben.

Der Geschäftsbericht und die ihm beigegebene konsolidierte Bilanz erfaßt unter anderem die Geschäftsergebnisse folgender Gesellschaften: Allgemeine Deutsche Philips Industrie GmbH, Hamburg (140 Mill. DM Stammkapital), Deutsche Philips GmbH, Hamburg, Valvo GmbH, Hamburg, C. H. F. Müller Aktiengesellschaft, Hamburg, Glasfabrik Weißwasser GmbH, Aachen, Elektro Spezial GmbH, Hamburg, Philips Duphar GmbH, Hamburg (diese Gesellschaft hieß bisher Philips Roxane GmbH). Auch die Ergebnisse der im Geschäftsjahr gegründeten Redarten GmbH, Hamburg, deren Geschäftsbereich Montage- und Servicearbeiten an schiffsgebundenen Radaranlagen und geräten ist, sind in der konsolidierten Bilanz enthalten.

Dank der Umsatzzunahme stieg der Reingewinn auf 41,37 Mill. DM. In ihm sind 3,09 Mill. DM außerordentliche Erträge enthalten. Wie im Vorjahr werden 14 v. H. Dividende auf das im Dezember 1959 erhöhte Gesamtkapital (142,47 Mill. DM) ausgeschüttet, das im Besitz der N. V. Philips“ Gloeilampenfabrieken in Eindhoven/Niederlande ist. Die Dividende erfordert insgesamt 19,95 Mill. DM; der restliche Gewinn von 21,42 Mill. DM verbleibt dem Unternehmen und dient damit der Stärkung der Reserven.

Für die Zukunft rechnen die deutschen Philips Unternehmen mit steigender Nachfrage nach elektrotechnischen und elektronischen Investitionsgütern. Eine Umsatzzunahme erwartet man auch bei elektrotechnischen Konsumgütern. Da bei weiteren Geschäftsausweitungen Kostensteigerungen nicht immer aufgefangen werden, wird allerdings die künftige Entwicklung der Rentabilität vorsichtig beurteilt.