Die Verwaltung der Th. Goldschmidt AG (Chemische Werke) in Essen ist zu dem Ergebnis gekommen, in diesem Jahr keine Kapitalberichtigung vorzunehmen. Dies erklärte der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft, Dr. Hans Dohse, auf der Hauptversammlung. Ein Mißverhältnis zwischen Grundkapital und Rücklagen, das nach Willen des Gesetzgebers durch die Ausgabe der Berichtigungsaktien beseitigt werden soll, bestehe bei Goldschmidt nicht. Da auch die überwiegende Zahl der Goldschmidt-Aktionäre Daueranleger seien, wäre ihnen mit Gratisaktien nicht gedient. Im Gegenteil, die Rendite ihrer Aktien würde durch die höhere Vermögensteuer sinken. Den Umsatz der Gesellschaft gab Dohse für 1959 mit rd. 100 Mill. DM an und den Gesamtumsatz einschl. Tochter- und Beteiligungsgesellschaften mit 165 Mill. DM. Im ersten Vierteljahr 1960 stieg der Umsatz im Vergleich zu der entsprechenden Vor jahreszeit um 14 v. H. Für das laufende Geschäftsjahr stellte Dohse ein „gutes, aber keineswegs ein besseres Ergebnis“ in Aussicht.

Die Hauptversammlung billigte die vorgeschlagene Dividende von 16 (14) v. H. für 1959. Auf Anfrage eines Aktionärs teilte die Verwaltung mit, daß die Gesellschaft nom. 4,1 Mill. DM Aktien von Bayer-Leverkusen, 2,2 Mill. DM der BASF, 0,328 Mill. DM der Farbwerke Hoechst und 0,41 Mill. DM Rheinstahl-Aktien besitzt. Im Jahr 1959 hat Goldschmidt für Forschungsaufgaben 3,5 Mill. DM ausgegeben. V. D.

*

Die Duisburger Kupferhütte zahlt für 1959 wieder eine Dividende von 6 v. H. auf das Aktienkapital von 42,0 Mill. Die Abbrandverarbeitung lag mit rd. 1 857 000 t nur geringfügig über derjenigen des Vorjahres. Die Produktion an Roheisen konnte leicht, diejenige an Zink um 11 v. H. und an Kobalt um 44 v. H. gesteigert werden. Die Erzeugung an Kupfer war etwas geringer. Außer der Jahreserzeugung konnten die vorjährigen Lageraufstockungen an Roheisen und Purpurerz weitgehend abgesetzt werden. Der Umsatz einschl. Handelsware und Nebengeschäfte erhöhte sich um rd. 7 Mill. auf 294 Mill. Im Umsatz wirkten sich Erlösminderungen von rd. 37 Mill. aus, denen jedoch Mengensteigerungen von rd. 44 Mill. gegenüberstanden. Die Investitionen betrugen 10,5 Mill. gegenüber 9,2 Mill. im Vorjahr. Angesichts der nur leicht entspannten Lage erschien eine Verlagerung von genehmigten Projekten auf das kommende Jahr zweckmäßig. Wenn die bisherige Geschäftstätigkeit anhält und keine unerwarteten Entwicklungen auf der Erlös- und Kostenseite eintreten, kann mit der Ausschüttung der gleichen Dividende wie im vergangenen Jahr gerechnet werden.

Bei der Aachener und Münchener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft, Aachen, soll gemäß dem Gesetz über die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln das derzeitige Grundkapital von nom. 9 Mill. DM durch Umwandlung von Rücklagen in Nennkapital um 3 Mill. auf nom. 12 Mill. DM erhöht werden. Im Zuge dieser Erhöhung wird sich der Nennbetrag der einzelnen Aktie von 450,–DM auf 600,– DM erhöhen. Die in ihrem Nennbetrag dergestalt veränderten Aktien sollen bereits am Gewinn des Geschäftsjahres 1959 teilnehmen. Der HV am 14. Juni 1960 wird die Verteilung einer Dividende von 14 v. H. vorgeschlagen. über das Geschäftsjahr 1960 ist nichts Besonderes zu berichten. Bis jetzt erscheint die Geschäftsentwicklung zufriedenstellend.