Wie die Handelsvertretung der Sowjetzone in Großbritannien bekanntgegeben hat, ist England nach der Bundesrepublik heute der wichtigste ostdeutsche Handelspartner in Westeuropa. 1959 ist der gegenseitige Austausch um 12 v.H. gestiegen. Auf der diesjährigen Leipziger Messe wurden Abschlüsse mit englischen Partnern im Betrag von 85 Mill. DM getätigt.

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Einer parlamentarischen Delegation aus Ghana hat die Sowjetunion neben technischer Hilfe auch die Finanzierung des Baus eines Wasserkraftwerks am Volta-Strom angeboten. Das Kraftwerk soll Energie für eine künftige Aluminiumindustrie liefern. Die Durchführung des Projekts wird auch von der US-Firma Kaiser Corp. geplant. Aber das UdSSR-Kreditangebot ist verlockend: 2,5 v.H., Rückzahlung über 12 Jahre – durch Kakaolieferungen.

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Aus Mitteln der Europäischen Investitionsbank soll die Elektrifizierung folgender Eisenbahnstrecken teilweise finanziert werden: Paris–Köln, Turin-Modena Genua-Marseille, Homburg/Saar-Ludwigshafen, Hamburg/Bremen-Süddeutschland sowie die rechte Rheinstrecke. Die Vorhaben müssen noch ausgearbeitet und von der EWG-Kommission gebilligt werden.

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Der Abfluß der südafrikanischen Gold- und Dollarreserven, der vor zwei Monaten nach dem Ausbruch der Unruhen einsetzte, hat sich auch in den ersten Maiwochen fortgesetzt. Am Ende der ersten Maiwoche waren die südafrikanischen Währungsreserven mit 128 Mill. Pfund (1,5 Mrd. DM) um 23,5 Mill. Pfund niedriger als am 25.März.