Über das Obszöne ehrlich zu diskutieren, ist sehr schwer. Die Leute haben zu viel Angst, den Eindruck zu wecken, sie seien schockiert – oder nicht schockiert. George Orwell

Justine im Film

Das vierbändige große Romanwerk des englischen Schriftstellers Lawrence Durrell („Justine“, „Balthazar“, „Mountolive“ und „Clea“) soll jetzt in Hollywood verfilmt werden. Durrell nennt seine Tetralogie „Alexandria Quartet“. „Das klingt wie die Programmnummer eines Nachtklubs“, meinte dazu der Produzent Walter Wanger, der – wie auch andere Experten für den Publikumsgeschmack – „Justine“ als Filmtitel befürwortet.

Léger ganz allein

Neben den Kapellen von Matisse und Chagall und dem berühmten Künstlerrestaurant „Die goldene Taube“ in St. Paul-de-Vence, der Kapelle von Cocteau in Villefranche und dem Grimaldi-Museum in Antibes, lockt die Liebhaber moderner Kunst an der französischen Riviera jetzt ein weiteres Pilgerziel: das Fernand-Leger-Museum in Biot (sprich Bjott), eingerichtet unter der Leitung der Witwe des vor fünf Jahren verstorbenen Künstlers. Hier haben die großflächigen, zum Monumentalen neigenden Werke Legers eine angemessene Behausung, Raum genug und nicht zuletzt auch das richtige Licht gefunden.

Biblische Wohlgerüche

„Nimm zu dir die beste Spezerei: die edelste Myrrhe, fünfhundert Lot, und Zimt, die Hälfte soviel, zweihundertfünfzig, und Kalmus, aus zweihundertfünfzig, und Kassia, fünfhundert, und Öl vom Ölbaum ein Hin“, sprach Gott zu Mose (2. Mos. 30, 23-25). Holländische Chemiker setzten für Lot Gramm ein, übersetzten Kassia mit „duftendem Schilfrohr“ und stellen jetzt nach diesem Originalrezept im Auftrag einer englischen Seifenfirma ein Parfüm her.