Ist Hebräisch wieder eine Volkssprache geworden? Die Sprache Mose, die "heilige Sprache", war mehr als achtzehnhundert Jahre eine tote Sprache. Das "klassische" Hebräisch lebte seitdem nur noch in den Gelehrtenstuben und in den Bethäusern weiter.

Im biblischen Land hatte sich mit der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft (neben der alten Schriftsprache) nach und nach das Mischna-Hebräisch entwickelt. In dieser Sprache wurden die rabbinischen Lehren während der ersten christlichen Jahrhunderte niedergelegt. Kurz vor Beginn der christlichen Zeitrechnung kam das Aramäische, das aus der Amts- und Verkehrssprache des Perserreiches entstanden war, mit dem Griechischen, der Sprache der Gebildeten, im Heiligen Land in Gebrauch.