DIE ZEIT

Volksschädling...

ZEIT hat von einem „Fall Seebohm“ gesprochen (der Ausdruck kam aus Eschenburgs Feder), und Seebohm sprach von einem „Fall ZEIT“.

Bilanz des Generals

General de Gaulle ist bei der verunglückten Gipfelkonferenz durch das schiere Gewicht seiner Persönlichkeit zum „Chef des Westens“ geworden; man durfte nun erwarten, daß er seine Außenpolitik auch neu formulieren werde.

Leihwagen-Moral

Der Zweite Strafsenat des Kölner Oberlandesgerichts hat die Akten des Falles Kilb geschlossen: Der ehemalige persönliche Referent des Bundeskanzlers braucht sich nicht, weil er Leihwagen fuhr, wegen schwerer passiver Bestechung zu verantworten.

Gehaltsforderung

Der gestürzte türkische Staatspräsident Celal Bayar, der beim Militärputsch verhaftet worden ist, hat in einem Schreiben an General Gursel, den neuen Regierungschef, eine Gehaltsnachzahlung gefordert.

Konzil in Cadenabbia

Die bevorstehende Bundestagswahl und Nikita Chruschtschow haben die Gegensätze zwischen Bundeskanzler Adenauer und Professor Erhard gemildert.

Herr der roten Raketen

Marschall Malinowski – ein mächtiger Mann, aber nicht mächtiger als Chruschtschow

Unfug der Tempobegrenzung

Die Behörde sprach voreilig von einem Erfolg ihrer Geschwindigkeitsbegrenzung zu Pfingsten: Im vorigen Jahr gab es im Bundesgebiet 110 Verkehrstote, diesmal (nach bisheriger Zählung) 100.

Die Königin Polens

Die Frommen und die Mächtigen – Warum die Kette der Zwischenfälle? / Von Eka von Merveldt

ZEITSPIEGEL

„Ike wäre, wenn er nicht die Altersgrenze überschritten hätte – die in unserem Beruf bei 65 Jahren liegt – ein guter Kindergartenleiter, denn er besitzt die dazu wesentliche Eigenschaft: Güte.

Verschärfter Kurs in Peking

Es ist inzwischen deutlich geworden, daß die chinesische Parteiführung in jenen Wochen, als die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit sich auf die Gipfelkonferenz und auf die sowjetischamerikanischen Beziehungen konzentrierte, ihren innenpolitischen Kurs drastisch verschärft hat.

Bürgerkrieg an der Zonengrenze?

Der bayerische Grenzpolizist Weigelt aus Buchbach, der am Pfingstsonntag schwer verwundet ins Kreiskrankenhaus von Kronach eingeliefert wurde, ist das erste Opfer des von der Sowjetzonenregierung angekündigten Kleinbürgerkriegs an der Zonengrenze.

Park-Trick

Jedermann weiß, wie schwer es ist, in den überfüllten Straßen noch einen Parkplatz zu finden. Da passiert es dann leicht, daß einer – vom Umherirren zermürbt – seinen Wagen dort parkt, wo er nicht parken darf.

Bayern: Schnellstraßen statt Autobahn

Zwei Linienführungen der Autobahn Nürnberg–Regensburg hatten zur Wahl gestanden: die „West-Trasse“ durch den Oberpfälzer Westjura und die um zwölf Kilometer längere und um 66 Millionen Mark teurere „Ost-Trasse“ durch das Industriegebiet der mittleren Oberpfalz.

Ressentiments?

Viermal haben wir das bisher erlebt. Viermal haben wir uns ein bestimmtes Studium näher angesehen: „Wie man in Deutschland Deutsch studiert“ (ZEIT Nr.

Schützt unsere Eltern

Weil mir immer wieder bewegte und laute Klagen aus Elternkreisen zu Ohren kamen, habe ich kürzlich der vor einiger Zeit gegründeten ESG (Elternschutz-Gesellschaft) einen Besuch abgestattet.

Langsam, langsam!

Der Bezirkstag Hamburg der Gewerkschaft der Eisenbahner forderte in einer Entschließung, „der Bundesverkehrsminister Dr. Seebohm solle durch einen Fachmann ersetzt werden, der Gewähr für eine vernünftige und allen Verkehrsträgern gerecht werdende Verkehrspolitik bietet“.

Mein Gedicht: Am Ende

Dies Gedicht betrachte ich als meinen so intimen Besitz, daß mir davon zu reden fast peinlich ist. Ich las es zuerst ein paar Jahre nach 1945 und war erschrocken; anders läßt es sich nicht bezeichnen.

ZEITMOSAIK

Am 2. Juni wurden in Recklinghausen in Gegenwart des Bundespräsidenten Lübke die diesjährigen Ruhrfestspiele eröffnet. In Heinrich Kochs Inszenierung von Shakespeares „Macbeth“ spielten Ernst Schröder den Macbeth, Hilde Krahl die Lady Macbeth, Ullrich Haupt den Macduff.

Saisonschlußpremiere: „Volpone“

Weiß der Himmel, was die Opernintendanten bewegen mag, Premieren, von deren Resonanz mindestens für die Autoren doch immer viel abhängt, knapp vor Saisonschluß anzusetzen.

Gegen Auslandsgeld-Zufluß abgeriegelt?

Natürlich ist dieser Einwand töricht; würde er nämlich ernst genommen, so müßte das den Verzicht auf alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen bedeuten, die ja, ihrem Wesen nach, ohne ein Stück Dirigismus gar nicht denkbar sind.

Diesmal wurden alle Register gezogen

Es gibt wahrscheinlich nur zwei gewichtige Einwände gegen die im Herbst 1959 begonnene und seitdem konsequent weitergeführte restriktive Kreditpolitik der Bundesbank.

Der Anti-Spesenritter

Der Bundesfinanzminister hat den sogenannten Spesenrittern der bundesdeutschen Wohlstandsgesellschaft den Kampf angesagt. Der Paragraph vier des Einkommensteuergesetzes soll schärfer gefaßt werden, auf daß „im Interesse der Steuergerechtigkeit und des sozialen Friedens“ – so heißt es in der offiziellen Begründung des Steueränderungsgesetzes 1960 – der unter dem Stichwort „Spesenunwesen“ gekennzeichnete übertriebene Aufwand nicht länger durch den steuermindernden Abzug als Betriebsausgaben auf die Allgemeinheit abgewälzt werden kann.

Verkehrssicherheit durch Paragraphen

Getreu seiner Maxime „Der Verkehr hat sich den Straßen anzupassen – und nicht die Straßen dem Verkehr“, schenkte der Bundesverkehrsminister den Kraftfahrern nicht nur Geschwindigkeitsbeschränkungen über Pfingsten und für die Zeit vom 15.

Geschäfte in Budapest

Die zweite Budapester Industriemesse, welche bei relativ starker Beteiligung der westdeutschen Industrie vom 20. bis 30. Mai stattfand, steckte noch in den Kinderschuhen.

Ein zögernder Europa-Anwärter

Vor fünf Monaten erklärte der britische Außenminister Selwyn Lloyd es sei ein Fehler gewesen, daß sich England seinerzeit nicht an der Montanunion beteiligt habe.

ZEIT-RAFFER

Den saisonalen Spitzenbedarf an Arbeitskräften, die jeweils nicht dauernd beschäftigt werden können, deckt in Milwaukee (USA) ein Privatunternehmen namens „Manpower“.

Wovon die City spricht: Muß London nachziehen?

Nach vierwöchiger Erholung, in deren Lauf die erstrangigen Aktien annähernd 10 v. H. gewonnen und ein Kursniveau erreicht haben, das etwa in der Mitte zwischen dem vor fünf Monaten ausgewiesenen Rekord und dem bisherigen Jahrestief lag, tendiert Londons Börse seit der vergangenen Woche eher wieder nach unten.

Die Börse wartet ab

Aktienkurse trotz der Restriktionen relativ gut gehalten – Aber Rentenwerte jetzt schon erheblich betroffen

Linoleum investiert kräftig

Die Deutsche Linoleum-Werke Aktiengesellschaft, Bietigheim/Württ., haben 1959 eine Umsatzsteigerung um 36 auf 229 Mill. DM erzielt, nachdem im letzten Jahr eine Abschwächung um fast 4 v.

Rheinstahl zerstört eine Legende

Vor ein paar Jahren war der Rheinstahl-Verwaltung in der HV attestiert worden, es sei „eine Lust gewesen“, Rheinstahl-Aktionär zu sein .

Harpen wieder ohne Dividende

Gegen Ende des Berichtsjahres trat, wie berichtet wird, eine Besserung der betrieblichen Entwicklung ein, die in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres angehalten hat.

Badische Landesbank

Die gute Konjunktur des Jahres 1959 hat der Badischen Kommunalen Landesbank-Girozentrale (Mannheim) eine überdurchschnittliche Erhöhung ihres Geschäftsvolumens und ein gutes Betriebsergebnis ermöglicht.

Zeiss-Ikon hat wieder Tritt gefaßt

Die rasche technische Entwicklung und die wachsenden Ansprüche der Verbraucher sind auch an der Kameraindustrie nicht spurlos vorübergegangen.

Demag stark im Export

Wie allgemein im Maschinenbau, ist auch bei der Demag (Duisburg) die Belebung 1959 zunächst im Baumaschinenbereich und bei Serienerzeugnissen in Erscheinung getreten.

Jetzt: die Gulden-Anleihen

Mitte und Ende der zwanziger Jahre hatten viele westdeutsche Unternehmen, Kommunalverbände und kirchliche Institutionen in Holland Anleihen aufgenommen.

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