Das oberste Organ der Landschaftlichen Brandkasse, der Brandkassenausschuß, unter dem Vorsitz von Landschaftspräsident, Landesbischof D. Dr. Lilje, hat jetzt den Abschluß für das 210. Geschäftsjahr 1959 verabschiedet. Damit ist der Anschluß an eine rechtzeitige Berichterstattung erreicht und die Periode von Verzögerungen überwunden, die durch die Auswirkung überwunden, die durch die Auswirkung des Gesetzes zu Art. 131 GG entstanden war. Die betriebsfremden Belastungen aus diesem Gesetz sind inzwischen auf 7,5 Mill. DM angestiegen. Alle Bemühungen um Zubilligung von Ausgleichsmitteln blieben bisher erfolglos, obgleich der Bundestag bereits in seiner 2. Legislaturperiode die Wünsche der öffentlich-rechtlichen Versicherungsunternehmen als berechtigt anerkannt hat. Der Überschuß beläuft sich auf 8,07 Mill. DM und beträgt damit 21,4 vH der Beitragseinnahme für eigene Rechnung, nachdem vorab 0,862. Mill. für 131er Belastungen zurückgestellt sind. Fast 90 vH des Überschusses fließen in die Gewinnrückstellung der Versicherten. Sie wächst damit auf 22,8 Mill. DM an. Die 1959 ausgeschüttete Rückvergütung von 20 vH erforderte 6,4 Mill. DM. Für 1960 erhalten die Versicherungsnehmer eine erhöhte Gewinnausschüttung von 25 vH in Feuer (ohne Industrie), 30 vH in Einbruchsdiebstahl, 20 vH in Leitungswasser und 30 vH in der verbundenen Hausratsversicherung, Das Eigenkapital ist auf 18 Mill. gestiegen. Die Landschaftliche Brandkasse und die organmäßig mit ihr verbundene Provinzial-Lebensversicherung, die im Berichtsjahr ebenfalls ein gutes Geschäftsergebnis erzielt hat, besitzen in der Sach- und Haftpflicht-, Unfall- und Kraftfahrzeugversicherung 1 687 528 Versicherungen mit einer Beitragseinnahme von 67,74 Mill. DM) in der Lebensversicherung stieg die Versicherungssumme auf 338,6 Mill. DM mit einer Beitragseinnahme von 15,04 Mill.

Die Berlinische Feuer-Versicherungs-Anstalt, die seit 1948 in München domiziliert, berichtet über das Jahr 1959, in dem eine Beitragseinnahme von 48.18 (i. V. 42,73) Mill. und 2,81 (2,40) Mill. Vermögenserträge erzielt wurden. Für Schäden wurden 32,81 (25,51) Mill. ausgegeben. Mehr als die Hälfte der Prämie stammt wieder aus der Kraftfahrversicherung. Der Nutzen aus der Abwicklung der in den Vorjahren gestellten Schadenreserven wird verwendet, um auf die mehrere Jahre hindurch schadenfrei verlaufenen Versicherungsverträge außer dem gesetzlichen Bonus eine gestaffelte Prämienrückvergütung auszuschütten, die bis zu 50 vH ansteigt. Diese Rückgewähr hat aber zur Folge, daß die Erfolgsrechnung in der Kraftfahrversicherung ohne Gewinn für die Anstalt abschließt. Wie berichtet wird, sind die Schäden in der landwirtschaftlichen und industriellen Feuer- und Betriebsunterbrechungsversicherung beträchtlich gestiegen. Im Januar 1960 ist eine Erhöhung des Aktienkapitals von 3,15 auf 5 Mill. durchgeführt worden. Nach Überweisung von 1,50 (i. V. 1,06) Mill. an die Rücklagen – die außerdem durch das Agio aus der Kapitalerhöhung auf insgesamt etwa 68,0 Mill. DM verstärkt werden – verbleibt ein Gewinn von 0,58 (0,51) Mill. Dividendenvorschlag: 16 (14) vH.

Die in "Hallesche Lebensversicherung, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit zu Berlin" umbenannte frühere "Schwanefeldsche Volksversicherung von 1821" meldet für ihr erstes Geschäftsjahr nach der Umfirmierung 1959 eine Steigerung des Neugeschäftes gegenüber dem Vorjahr um 19 und der Beitragseinnahme um rund 9 vH. Der Gesamtbestand stieg damit auf 91 484 Verträge (24,6 Mill. DM). Die Kapitalanlagen betragen 6,46 Mill. DM. Die Gewinnausschüttung beträgt bis zu 18 Prozent der Versicherungssumme. Die Namensänderung in "Hallesche Lebensversicherung" erfolgte auf Grund mehrjähriger Zusammenarbeit mit der "Halleschen Krankenkasser", die dem Unternehmen ihre Außenorganisation zur Verfügung stellte. Anschließend gründete das Unternehmen gemeinsam mit der "Halleschen Krankenkasse" noch die "Hallesche Sachversicherungs-Agentur GmbH". Die GmbH vermittelt Sachversicherungen für die Schlesische Feuerversicherungs-Gesellschaft in Köln.

In der Agrippina-Gruppe – sie umfaßt die Agrippina Versicherungs-AG, die Kölner Lloyd Allgemeine Versicherungs-AG, die Mitteleuropäische Versicherungs-AG, und die Agrippina Rückversicherungs-AG – ist 1959 das Prämienaufkommen gestiegen. Davon entfielen 138 (129,9) Mill. auf das direkte und 42,2 (37,7) Mill. auf das indirekte Geschäft. Die Jahresgewinne erhöhten sich auf 2,58 (1,07) Mill. DM. Die Gesellschaften wollen die Rücklagen und 0,16 Mill. DM auf das Konto "Forderungen an die Aktionäre" (zur Auffüllung des nichteingezahlten Aktienkapitals auf 72 vH eine Dividende von 12 (10) vH zu verteilen.

Die Beitragseinnahmen bei der Aachener und Münchener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft (Aachen) sind in den ersten 4 Monaten 1960 um rd. 4,24 Mill. DM gestiegen gegenüber 3,44 Mill. DM in der gleichen Vorjahreszeit. Der Schadensanfall hielt sich in Grenzen. Für 1960 rechnet die Verwaltung mit einem befriedigenden Abschluß. – Die HV beschloß antragsgemäß, das Grundkapital durch Umwandlung der Spezialrücklage um 3 auf 12 Mill. DM zu erhöhen und für 1959 eine Dividende von 14 vH (i. V. 12 plus 2 vH Bonus) zu verteilen.