Herzlichen Glückwunsch", sagte ich zu dem sympathischen Vertreter des eben unabhängig gewordenen afrikanischen Staates.

"Aber nicht doch", wehrte er bescheiden ab, "wenn Sie die Dame meinen, die soeben zur Miß Uganda gewählt wurde – damit habe ich nichts zu tun. Ich kenne sie gar nicht. Aber ich bin natürlich sehr froh darüber, daß wir nun auch solche Schönheitskonkurrenzen veranstalten können."

"Ich wollte Ihnen eigentlich eher zu der Tatsache gratulieren, daß Sie nun einen eigenen Staat haben", versuchte ich klarzustellen, "schließlich haben Sie ja lange genug um ihre Freiheit kämpfen müssen."

"Das ist wahr", stimmte er zu, "jetzt werden wir endlich all das auch haben können, was ihr Weißen sehen lange habt."

"Darüber bin ich sehr froh", meinte ich, "Ihr Land wird also bald eine Demokratie sein mit einem Parlament und verschiedenen Parteien und richtigen Wahlen."

"Sicher werden wir das auch alles einmal haben", sagte mein dunkelhäutiger Nachbar eher zögernd, "aber zunächst wird ein Lieblingswunsch unseres Regierungschefs in Erfüllung gehen: Wir bauen eine Pferderennbahn mit Totalisator, so etwas wie in Ascot, wissen Sie?"

Ich nickte. "Gut, aber wichtig ist doch vor allem, daß Sie jetzt die alte Kultur Ihrer Vorväter wiederentdecken und pflegen können."