Bei der Deutschen Schiffsbeleihungsbank (Hamburg) ist 1959 der Hypothekenbestand auf 273 (i. V. 221) Mill. DM gestiegen. Die Neuausleihungen von 76 (89) Millionen verteilen sich mit etwa den gleichen Quoten wie in den Vorjahren auf die Sparten See-, Küsten- und Binnenschiffahrt, wobei insgesamt 53 Neubauten (mit 55,5 Mill. DM) mitfinanziert wurden. Vom Bestand entfallen nun (in Mill.) 167 auf Seeschiffe, 47 auf Küstenfahrzeuge und 59 auf Binnenschiffe. Durch Pfandbrief-Verkauf wurden 7 Mill. DM beschafft; der Hauptanteil der neuen Mittel stammt also, mit 57 Millionen, aus Schuldscheindarlehen.

In ihrem Jahresbericht schildert die Gesellschaft ausführlich die ungünstige Lage auf dem Frachtenmarkt und deren Rückwirkungen auf die deutschen Reedereien, die den Wettbewerb unter besonderen finanziellen, steuerlichen und verkehrspolitischen Verhältnissen zu bestehen haben. Eine Konsequenz daraus war, daß (in der Seeschiffahrt) 60 Schiffe älterer Baujahre mit rund 163 000 BRT zum Verschrotten (rund 100 000 BRT) oder an Auslandsreedereien verkauft worden sind. Vom jetzigen Bestand der deutschen Handelsflotte sind 3,4 Mill. BRT Neubauten aus 1945 und später, und nur 0,97 Mill. BRT noch "Alttonnage" aus früheren Jahren.

Die Bank plädiert dafür, Zinsverbilligungen einheitlich für alle deutschen Schiffe zu geben, und sie kritisiert das jetzige Verfahren, bei dem eine Zinsverbilligung aus öffentlichen Mitteln nur "von Fall zu Fall", d. h. also praktisch im Notfall gegeben wird. Ferner wird angeregt, wenigstens für eine Übergangszeit weitere ERP-Kredite verfüglich zu machen. Nach dem Fortfall der Wiederaufbaudarlehen und der 7d-Kredite sei ja zunächst die Schifffahrt in ihrem Finanzbedarf sonst allein auf den relativ teueren Kapitalmarkt angewiesen.

Im Berichtsjahr hat die Bank lediglich eine Emission (über 10 Mill. DM zu 6 v. H.) durchgeführt; zur Zeit sind 10 Emissionen im Gesamtbetrag von 96 Mill. DM im Umlauf, zu Zinssätzen, die zwischen 8 und 5 1/2 v. H. liegen und – bei den steuerfreien Serien – 4, 5 und 5 1/2 v. H. betragen. An Namens-Schiffspfandbriefen wurden im Berichtsjahr 57 Mill. DM neu begeben; der Gesamtbetrag ist hier, nach 15,65 Mill. DM Tilgungen, netto um 41,33 Mill. auf 157 Mill. gestiegen. – Bei Erträgen von 20,6 (i. V. 17,3) Mill. DM und Aufwendungen von 15,86 (13,05) Mill. betrug der Überschuß aus Darlehnsgeschäften 4,8 (4,3) Mill. DM. Der ausgewiesene Gewinn von rund 630 000 (454 000) DM, der nach reichlich bemessenen Rückstellungen verbleibt, ist auf eine Dividendenzahlung von 9 v. H. auf das inzwischen erhöhte und mit 7,75 Mill. eingezahlte Grundkapital zugeschnitten. m. p.