Der Jahresbericht der Scholven AG (Gelsenkirchen-Buer) für 1959 läßt einen überdurchschnittlichen Geschäftsaufschwung erkennen. An die Muttergesellschaft, die (bundeseigene) Bergwerksgesellschaft Hibernia AG (Herne) werden netto 8,85 Mill. DM abgeführt, gegen je rd. 5,5 in den beiden Vorjahren. Dies entspräche einer Dividende von 11 vH. Auch der Ausblicke auf 1960 lautet positiv. Scholven hofft, die Einbußen infolge Senkung der Zapfstellenpreise, die Unsicherheiten infolge der Besteuerungen des Heizöls und die Belastungen infolge verstärkten Konkurrenzdrucks durch vorteilhafte Einkaufsdispositionen und weitere Rationalisierungsmaßnahmen mildern zu können. – Der Einsatz von Rohöl stieg 1959 mit der Fertigstellung neuer Kapazitäten von 883 000 t i. V. auf 1,84 Mill. t, die Ausbeute an Heizöl von 186 000 auf 751 000 t, die von Treibstoffen von 638 000 auf gut 1 Mill. t. Die einst zur Verarbeitung der Kohle gegründete Tochter ist so, mit der steigenden Heizölproduktion, zu einem Konkurrenten der Mutter (und der Kohle) geworden.

Das ausländische Erdöl wurde ausschließlich über die Erdölleitung von Wilhelmshaven herangebracht, was sich vor allem im trockenen Sommer bewährte. Der Absatz der Treibstoffe erfolgt über BV-Aral, der von Heizöl über verschiedene Vertriebsfirmen. Außerdem wurde für die BP wie in den Vorjahren. Erdöl im Lohnverfahren verarbeitet. – Im Berichtsjahr wurde die Polyaethylen-Anlage mit einer Kapazität von 6000 t angefahren. Eine Erweiterung ist vorgesehen. Der erzeugte Kunststoff wird als Vestolen über die Chemische Werke Huels verkauft. Die Kapazität der Düngemittelfabrik wurde verdoppelt. Sie liegt jetzt bei 180 000 t Volldünger und 115 000 t Kalkammonsalpeter; im Berichtsjahr erhöhte sich die Produktion nur geringfügig auf 75 000 t bzw. 45 000 t. Der Absatz erfolgt über die Ruhr-Stickstoff AG (Bochum). An der Finanzierung und dem Ergebnis der Düngemittelfabrik ist die Salzdetfurth AG, Hannover, zur Hälfte beteiligt. V. 9.

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Die H. Malhak AG (Hamburg), die Meßinstrumente für Feinmechanik undElektrotechnik herstellt, wird das 1,8Mill. DM betragende Kapital um 450 000 DM durch Umwandlung einer freien Rücklage erhöhen und auf dieses erhöhte Kapital aus dem Reingewinn 1959 eine Dividende von 12 vH zur Auszahlung bringen. Weiter soll das Kapital um 50 000 DM (mit Gewinnbeteiligung ab 1960) unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechtes der Aktionäre erhöhte Kapital aus dem Reingewinn 1959 eine Dividende von 12 vH zur Auszahlung bringen. Weiter soll das Kapital um 50 000 DM (mit Gewinnberechtigung ab 1960) unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechtes der Aktionäre erhöht werden. (HV am 30. Juli). – Im abgelaufenen Geschäftsjahre hat sich der Umsatz um 7,5 vH erhöht der Auslandsumsatz hat sich etwa auf Vorjahreshöhe gehalten und beträgt anteilig rd. 27 vH. – Für 1960 wird ein befriedigendes Ergebnis erwartet