Die Zweite Afrikanische Konferenz in Addis Abeba, wo sich die Vertreter der unabhängigen Staaten Afrikas für zehn Tage berieten, stand im Zeichen heftiger Angriffe gegen die Südafrikanische Union. In einer Resolution wurden alle Teilnehmer aufgefordert, keine diplomatischen Beziehungen zu diesem Lande aufzunehmen, seinen Ausschluß aus dem Commonwealth zu betreiben und seine Handelsgüter zu boykottieren. Ein schwerer Schlag erwartet die südafrikanische Luftverkehrsgesellschaft: ihre Linien quer über den Kontinent sind auf Flugplätze wie Leopoldville, Khartum, Kairo und Kano angewiesen – alle vier stehen unter der Kontrolle unabhängiger Staaten. Wenn also der Kongo, Sudan, Ägypten und Nigeria künftig Landungen verbieten, dann bleiben der Union nur noch zwei Flugplätze erhalten Nairobi in Kenia und Entebbe in Uganda.

Vier neue afrikanische Staaten

Die vier der Communauté angehörenden afrikanischen Staaten Dahomey, Haute-Volta, Niger und Elfenbeinküste hoffen, schon im August dieses Jahres unabhängig zu werden. Der französische Staatschef de Gaulle hat sich mit dem Wunsch dieser Länder nach voller Souveränität einverstanden erklärt.

Organisierter Haß

In Rotchina wurde eine "Haßwoche" gegen die Vereinigten Staaten eröffnet. Wie Radio Peking berichtet, breitet sich die Kampagne "wie ein Buschfeuer" über das ganze Land aus. Die antiamerikanische Stimmung wird in Artikeln, Ausstellungen, Bühnenstücken und eigens dafür komponierten Liedern geschürt.

Strategische Bergstraßen

Alle 45 Grenzpässe zwischen Nepal und Tibet wollen die Chinesen mit der neugebauten Straße von Lhasa über Gartok nach Sinkiang verbinden. Für sieben Pässe sind, wie es in Nepal heißt, die Verbindungswege bereits fertiggestellt. Die Straße Lhasa-Gartok hat vor allem strategische Bedeutung.