Die Portland-Zementwerke Heidelberg AG erreichten 1959 mit einer Steigerung des Gesamtversands um 0,67 auf 3,7 Mill. t gleich 22 vH (Zementindustrie insges. 18 vH) die absolut größte Zunahme in der ganzen Nachkriegszeit, während der Export weiter von 78 100 auf 75 300 t zurückging. Neben neun Zementwerken betreibt die Gesellschaft noch zwei Gipswerke, drei Ziegeleien, ein Kalkwerk und zwei Betonwerke, auf die zusammen allerdings nur etwa 10 vH vom Gesamtumsatz von 262 Mill. DM entfallen.

Wie sehr sich in den letzten anderthalb Jahren der Zementmarkt gewandelt hat, zeigt die Äußerung der-Gesellschaft, daß sie eine Kapazitätserweiterung erwägen müsse. Noch 1957 wurde mit der Möglichkeit einer Überkapazität der süddeutschen Zementwerke gerechnet. Man hat auch erst 1959 eine wirkliche Kapazitätserweiterung in zwei Werken vorgenommen (die jedoch nicht zur Deckung der Nachfragesteigerung ausreichte), nachdem sich durch Rationalisierung und Werkserneuerungen die Kapazität seit 1948 bereits um 1,8 Mill. t vergrößert hatte. Die Investitionen haben demzufolge 1959 mit 37,3 (nach nur 15,6) Mill. DM einen neuen Höchststand nach dem Kriege erreicht, der noch um 10 Mill. DM über dem bisherigen Rekord von 1956 liegt.

Die hohe Belastung des Werkverkehrs hat den Versand von Sackzement erheblich benachteiligt und zur Unterhaltung kostspieliger Umschlagplätze gezwungen. Die Gesellschaft geht deshalb immer mehr zum Versand in Silowagen über, der bereits 40 vH des Gesamtversands ausmacht. Der vermehrten Verwendung von Fertigbeton auf den Baustellen haben sich die Heidelberger Werke durch Beteiligung an mehreren Fertigbetonwerken angepaßt. C. D.

Die "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei AG, Bremerhaven, die zum Unilever-Bereich gehört, soll in eine GmbH umgewandelt werden. Die "Nordsee" ist das größte Unternehmen der deutschen Fischwirtschaft. Sie verfügt über ein Grundkapital von 22 Mill. DM. Die vertikale Gliederung des Unternehmens vom Fang bis zum Einzelhandelsgeschäft hat auch in den für die deutsche Fischwirtschaft kritischen Jahren eine gesunde Entwicklung ermöglicht. An der Fangkapazität der gesamten deutschen Hochseefischerei ist die "Nordsee" mit rund 25 Prozent beteiligt, wohingegen sie bei den Anlandungen etwa 30 Prozent auf sich vereinigt. Das Durchschnittsalter der rund 50 Schiffe umfassenden Flotte liegt bei neun Jahren. Im Binnenland unterhält die "Nordsee" über 330 Einzelhandelsgeschäfte. Auch in der Erzeugung von Fischwaren und nicht zuletzt im Großhandel ist die "Nordsee" tätig.

Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 22 Mill. DM liegen nahezu zwei Drittel jn Händen der Unilever N. V., Rotterdam, und etwa 30 Prozent bei der Dresdner Bank. Die "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei AG., die künftig den Namen "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei GmbH, führen soll, erzielte im letzten Jahr einen Gewinn von 2,78 Mill. DM, aus dem zwölf (10) Prozent Dividende ausgeschüttet werden sollen. Sml.