Geschichtliche Tatsachen aber lassen sich nicht "zurechtrücken" und frisieren. Aufklärung über das sudetendeutsche Schicksal tut not. Wenn geschichtliche Tatsachen und Wahrheiten von Herrn Poukar als "Propaganda" und von Herrn Dr. Hirschfeld als "aggressive Kurzschlußreaktion" gedeutet werden, dann haben wir, die wir die deutsche Öffentlichkeit aufzuklären haben, noch viel zu tun.

Ganz entschieden muß ich im Namen der "Sudetendeutschen Landsmannschaft" den völlig unhaltbaren Vorwurf des Herrn Poukar zurückweisen, "wer für die Zeit von 1918 bis 1938 von Unterdrückungen der Sudetendeutschen spreche, könne das nur aus Propagandagründen tun". Da man ttns anscheinend geschichtliche Tatsachen nicht glaubt, erlaube ich mir, namhafte Zeugenaussagen anzuführen: In seinem Bericht sagte Lord Runciman am 17. September 1938 vor dem britischen Kabinett :fber seine Mission in der Tschechoslowakei: "Es ist eine harte Sache, von einer fremden Rasse regiert zu werden, und ich habe den Eindruck, daß die tschechoslowakische Herrschaft der letzten zwanzig Jahre in den sudetendeutschen Gebieten gekennzeichnet ist durch Taktlosigkeit, Mangel lagerungen gefallen lassen wie früher Dürrenmatts Verständnis, kleinliche Unduldsamkeit und Diskriminierung, und das bis zu einem Punkt, wo sie die Deutschen unausweichlich zum Aufsund (!) reizen mußte. Tür mich wurde es selbstverständlich, daß denjenigen Grenzbezirken zwischen der Tschechoslowakischen Republik und Deutschland, Wo die Sudetenbevölkerung in überwiegender Mehrheit ist, sofort das volle Selbsthestimmungsr?cht gegeben werden soll " Der tschechische General Lev Prchala erklärte mf einem Presseempfang Anfang 1950 in Lanlon: "Es muß irr- Interesse der historischen "ffahrheit festgehalten werden, daß die Sudeten eutschen den Anschluß an Deutschland niemals gefordert hätten, wenn ihr en von der Tschecholowakischen Republik die wiederholt versprojene, aber niemals verwirklicht Autonomie gejährt worden wäre Im Jni 1945 sagte er: , Wir protestieren feierlich vor der gesamten ziviAerten Welt gegen alle an den Deutschen beingenen Verbrechen, wie gegen die Ma xetnaus eibung aus den böhmischen Ländern überhaupt, !a eine Kollektivbestrafung sich nicht mit chrutcher Moral verträgt 1955 bat er die in N umerg versammelten Sudetendeutschen "als Christ ;nd Europäer um Verzeihung " Der bekannte Exiltscheche Vojta Benesch erklärte nach 1945: "In der Zeit des Protektorates atten tschechische Bauern ihre verschuldeten lauernhöfe retten können, und dem tschechischen Irbeiter, ist es noch nie so gut gegangen wie in Tituba). Der hervorragende Hans Christian Blech, er Zeit der Besatzung. Das ist die Wahrheit!" frotzdem ist die "Sudetendetttsche Landsmann "Alleingang" gedrängt, wirkt ohne eigene Schuld schaff" der Auffassung, daß die Errichtung des schwächer als bei der leidenschaftlich gespannten Protektorates eine Aggression war deutschen Biihnenerstaufführung in FrankfurtM. Herr Poukar ist wahrscheinlich doch noch, zu Das Fernsehen hätte mit seinen Möglichkeiten wenig aufgeklärt, wenn er glaubt, die Bundes- des Bildwechsels dem originalen Kommentar nicht 1 als John Proctor zu einem schauspielerischen