"Wenn ich meinen ersten Rundgang an Bord der ‚Atlantis‘ machte, verlangte ich, daß gegrüßt wurde, nur einmal am Tage, nur morgens", erzählt Rogge. "Einmal kam einer eilig vorbei. ‚Warum grüßen Sie nicht?‘ – ‚Heb keen Tied, heb keen Tied‘..." Es gab auch Urlaub auf der Atlantis. Die Urlauber saßen, wenn sie sollten, in Liegestühlen, die ein Schild trugen: "Bin im Urlaub!" Solange keine Gefahr war, ließ man sie nach ihrem Gusto leben. Nichts dergleichen im Film, dessen Hauptfigur zwar "Rogge" heißt, aber nicht Rogge ist.

Der zweifellos geniale Amerikaner Van Heflin spielt ihn zu verhalten, zu wenig gelöst, zu "deutsch" – will sagen: so wie Amerikaner sich unter italienischer Einwirkung einen Deutschen vorstellen. Folglich hatte es der Zuschauer Rogge gut: er sah auf der Filmleinwand keinen Doppelgänger, sondern einen fremden Kapitän, der in wohlbekannten Situationen das Richtige tat – mit weitaus weniger Zweifeln, als er selber gehabt hatte. J. M-M.