Eine Welle von Streiks, Demonstrationen und Straßenkämpfen erschütterte das Gefüge der italienischen Innenpolitik. In Genua begannen die Unruhen: Die kommunistisch geführten Gewerkschaften schickten ihre Mitglieder auf die Straße, um gegen einen geplanten Kongreß der neofaschistischen "Sozialbewegung" zu protestieren. In Turin, Rom, Reggio Emilia und anderen italienischen Städten wurde die Parole von den Linksgruppen aufgegriffen. Die Polizei hatte Großeinsatz. Sie wurde von den Demonstranten mit Cafehausmöbeln, Steinen und Blumentöpfen empfangen. Tote, einige hundert Verletzte und zertrümmertes Mobiliar blieben auf der Walstatt zurück. Der italienische KP-Chef Togliatti, eben aus Moskau zurück, kündigte neue Unruhen an, falls die von Neofaschisten gestützte Regierung Tambroni nicht bald zurücktreten werde.