J- auf ein Gesetz noch auf ein Verwaltungsab- sehen, weil er hofft, daß die Konkurrenz das Prokommen stützen. Es soll auf privatrechtliche Basis gestellt werden. Der Staat soll sich sozusagen in eine Privatperson verwandeln, um als solche zu tun, was ihm als Gesetzgeber nicht gelungen ist. Das zweite Fernsehen soll die Rechtsform einer GmbH erhalten. Die Länderchefs, die immer noch mit einem Verwaltungsabkommen gerechnet hatten, waren einigermaßen überrascht, als ihnen dieWltTJrJ™wu de.

Dem Fernseh Zuschauer freilich sind die juristischen Konstruktionen ziemlich gleichgültig — solange er nicht spürt, was sie für das Programm begramm beleben werde. Ihm ist nicht klar, daß eine nach dem Handelsrecht gegründete Privatgesellschaft sehr viel weniger Kontrollmöglichkeiten bietet als eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Man hat den Eindruck, daß die ganze Sache nur deshalb jetzt überstürzt werden soll, damit das zweite Fernsehprogramm am 1. Januar 1961 in ?11O-jvw Axwiin rg S eboten Aktion treten und noch in die Wahlkampagne eingeschaltet werden kann. Zwar werden auch in der CDU Stimmen laut gegen diese übereilte Maßnahme, aber im Palais Schaumburg verschließt man die Ohren gegenüber solchen Bedenken. R. S.