Die Aktionäre der P. Beiersdorf & Co. AG, Hamburg, ernten jetzt die Früchte einer jahrelangen vorsichtigen Geschäftspolitik. Aus den Rücklagen wird das Kapital im Verhältnis 1 : 1,5 aufgestockt. Gleichzeitig wird die Dividende von 12 (18) vH schon auf das erhöhte Kapital von 37,5 Mill. DM gezahlt, so daß für die Aktionäre eine echte Besserstellung in der Ausschüttung auf 30 vH eingetreten ist. Das ist aber nur die eine Seite. Außerdem erlebten die Beiersdorf-Aktionäre (eine 25prozentige Beteiligung liegt im Besitz der Allianz) einen Kursanstieg ihrer Papiere auf 3800 vH. Das ist auch heute noch ein ungewöhnlicher Kurs. Er wird aber verständlich, wenn man die Ertragskraft des Unternehmens berücksichtigt und außerdem dem Umstand Rechnung trägt, daß der Markt dieser Aktien außergewöhnlich eng ist. Die Aktionäre halten begreiflicherweise an ihrem Besitz fest.

Das tut im übrigen auch die Gesellschaft selbst. Sie hat nom. 897 000 DM eigene Aktien im Portefeuille. Auf die Frage, ob daran gedacht ist, diesen Bestand zu vermindern, gab es ein entschiedenes Nein! Damit ist ein Kursdruck von dieser Seite kaum zu erwarten. Diese Aktien stehen im übrigen mit dem Nominalbetrag zu Buch; bei einer Veräußerung würde also ein erheblicher, zu versteuernder Gewinn anfallen.

Da die Kapazitätsgrenzen im Hamburger Werk nahezu erreicht sind, ist ein Neubau von Produktionsanlagen in Süddeutschland geplant. Die Verwaltung sieht besonders im Falle der Körperpflegemittel noch einige Verbrauchsreserven, da die Statistik zeigt, daß die Bundesrepublik auf diesem Gebiet hinter anderen vergleichbaren Ländern hinterherhinkt.

Daß die Belegschaft ihren Anteil am Betriebserfolg erhält, belegen folgende Zahlen:

Sämtliche Betriebsangehörigen erhalten für das Geschäftsjahr 1959 eine freiwillige Abschlußvergütung von 7 vH der Bruttolohn- oder Gehaltssumme des Jahres 1959. Anläßlich der Neufestsetzung des Kapitals erhalten die Betriebsangehörigen eine einmalige Zuwendung, deren Höhe sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit richtet und zwischen 50 und 850 DM liegt. K. W.

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Bei der Hanse-Krankenschutz VVaG (Hamburg) ist die Beitragseinnahme 1959 um rd. 20 v. H. auf rd. 15,8 Mill. DM gestiegen. Das Gesamtergebnis ermöglicht die Verstärkung der gesetzlichen Rücklagen um 0,6 Mill. DM auf 1,1 Mill. DM und die Erhöhung des Gewinnfonds der Mitglieder um 0,54 Mill. DM auf rd. 1,2 Mill. DM. Wegen schadenfreien Verlaufs erhielten 39,2 v. H. der anspruchsberechtigten Mitglieder drei Monatsbeiträge zurück. – Auch für das laufende Geschäftsjahr ist die Verwaltung zuversichtlich.

Der Umsatz der Süddeutsche Kalkstickstoff-Werke AG (Trostberg/Bay.) ist 1959 um rd. 12 vH (i. V. 2,8 vH Rückgang) auf rd. 191 Mill. DM gestiegen. Die Investitionen in der Sparte Cyanamid-Derivate haben zur Umsatzerweiterung erheblich beigetragen; 1959 wurden rd. 15 Mill. DM investiert, seit der Währungsreform rd. 106 Mill. DM. Auch der Ertrag hat sich gebessert, so daß für 1959 eine auf 10 (9) vH erhöhte Dividende verteilt wird. Das 32 Mill. DM betragende Grundkapital liegt zu 70 vH bei der VIAG (Bonn) und zu 30 vH bei der Verwaltungsgesellschaft für Chemiewerke mbH (Frankfurt/M.).