Feuilleton

William Dieterle: von Hollywood nach Hersfeld

T"" ie Festspiele in der romanischen Kirchen— ruine zu Bad Hersfeld waren kurz vor dem Beginn dieser zehnten, also einer Jubiläumsspielzeit, durch Skandal um die Person des Hersfelder Intendanten Johannes Klein in Frage gestellt worden.

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DIE ZEIT

Michel Debré als Prügelknabe

Unter de Gaulle Premierminister von Frankreich zu sein, ist keine beneidenswerte Aufgabe. Die Karikaturisten, denen in der Kritik des Präsidenten der Republik durch das Gesetz gewisse Grenzen gezogen sind, halten sich dafür an Herrn Debré schadlos: sie werden nicht müde, ihn als Hampelmann und Ja-Sager hinzustellen, der überhaupt nicht wisse, was in der Führung vorgeht.

Was will Chruschtschow?

. Dies ist gewiß ein einprägsames Bild: Chruschtschow als ein unkontrollierter und gefährlicher, dabei aber doch nicht ganz ernst zu nehmender politischer Spieler.

Das Wunder von Rom

Die kommunistischen Unruhen Anfang des Monats und die neuen massiven Drohungen der italienischen Linksradikalen gegen die „reaktionäre Restauration“ haben das Wunder bewirkt, an das niemand mehr zu glauben gewagt hatte: Die vier Parteien der Mitte – die Democrazia Cristiana, die Sozialdemokraten, die Liberalen und die Republikaner – haben sich über eine „Regierung der demokratischen Solidarität“ geeinigt.

Lumumbas ohnmächtige Drohung

Was für ein Bild! Arabische Bataillone aus Marokko und Tunis, schwarze Truppen aus Ghana, Äthiopier und Schweden landen im Kongo – in pausenlosem Einsatz fliegen die Maschinen den Flugplatz in Leopoldville an.

Die Theorie der falschen Versprechungen

„Theorie der finanzwirtschaftlichen Illusionen“ nannte der italienische Finanzwissenschaftler Amilcare Puviani sein 1903 erschienenes Hauptwerk, in dem er es unternahm, die Mittel und Wirkungen der Finanzpolitik auf ihre psychologischen Aspekte hin zu untersuchen.

Unzufriedene SAS

Noch immer sind die langwierigen Verhandlungen mit den skandinavischen Ländern über die Flugrechte der SAS auf dem Gebiet der Bundesrepublik nicht abgeschlossen.

NATO-Bastionen unter der Polarsonne

Norwegen: Eine verrückte Geographie und 33000 Soldaten – Neue Konzentration der Sowjets in der Arktis

Himmelfahrtskommando für Stoph

Die SED hat im Sommer des sechzehnten Nachkriegsjahres einsehen müssen, daß sie mit ihren wichtigsten Wirtschafts vorhaben weit im Rückstand geblieben ist.

Das Telegramm des Kardinals

Kurz, bevor sich am Freitag voriger Woche die Vertreter der von der CDU und CSU regierten Länder beim Bundeskanzler zur Schlußberatung über das Zweite Fernsehen einfanden, traf im Palais Schaumburg ein mahnendes Telegramm des Kölner Erzbischofs, des Kardinals Frings ein.

Zeitspiegel

„Franklin D. Roosevelt war einer der angenehmsten attraktivsten jungen Männer, völlig oberflächlich, ziemlich ungebildet, aber so charmant, daß ihn jeder gern mochte.

Vertauschte Rollen in Bonn

Seit Herbert Wehner im Bundestag dem alten außenpolitischen Programm der SPD abgeschworen hat, ist – vor allem in der CDU – die Frage nicht mehr verstummt, ob es der stellvertretende SPD-Parteivorsitzende denn auch ehrlich gemeint habe.

Die gefälschte Riege

Schätzen wir einmal, daß am vergangenen Sonntagnachmittag fünf Millionen Zuschauer vor den Fernsehapparaten Zeugen der Olympia-Ausscheidungskämpfe der Turner waren, dann kann man sagen, daß die Kampfrichter, die aus der Sowjetzone nach München gekommen waren, um in paritätischer Gemeinsamkeit mit den westdeutschen Experten die besten Turner aus beiden Teilen Deutschlands auszusuchen, sich fünfmillionenfach blamiert haben.

Arme Geschwister Scholl

Unter Anleitung von Offiziersschülern der Nationalen Volksarmee aus Dessau führte die FDJ in Coswig ein Geländespiel im Raum Stadtgarten und Sportplatz durch.

Man könnte mehr tun

Der Kommunismus wird mißverstanden, solange wir ihn nicht auch – ich betone „auch“ – als ein innenpolitisches Problem betrachten.

Der „Blitzsieger“ aus Bonn

In der riesigen Sporthalle von Los Angeles, dem Tagungsort des Demokratischen Parteikonvents, brach die Hölle los. Klappern klapperten, Rasseln rasselten, Trompeten trompeteten, Fahnen wurden geschwenkt und Transparente gehißt.

Hamburg: Nicht gefährlich?

Als Ende April dieses Jahres der Hamburger Kaufmann Geiger, der den Seeleuten am Hafen Andenken verkauft, wegen Fahrens ohne Führerschein und Trunkenheit am Steuer von einem Schöffengericht als „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher“ zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt wurde, versetzte sich mancher Autofahrer in die Lage des Verurteilten und erschrak über das Strafmaß.

Der verlogene Westen

Ich ärgere mich, ich ärgere mich wirklich sehr“, sagte der weltgewandte junge Kulturfunktionär eines östlichen Satellitenstaates, dem ich in seinem geschmackvollen Büro gegenübersaß, und er deutete dabei empört auf einen Packen Zeitungen.

Wie man in Deutschland Chemie studiert

In vier Veröffentlichungen hat ein anonymer Verfasser in dieser Zeitung (DIE ZEIT Nr. 24, 25, 26 und 27) über das Studium der Chemie in Deutschland berichtet.

Welcher Keil für welchen Klotz?

Die Versuchung lag nahe, manche Antwortenauf unsere Chemie-Serie wiederum mit Antworten zu versehen. Aber auch das lehrreichste Spiel muß einmal ein Ende finden.

SUMMA CUM LAUDE

„Summa cum laude“ – mit höchstem Lob: das ist das beste Prädikat, welches die deutsche Universität für ihre wichtigste Prüfung, das Doktor-Examen, zu vergeben hat.

Ewige Werte

Wer war der meistgelesene (oder doch der meistgekaufte) deutsche Autor im Goethejahr 1949? Goethe? Thomas Mann? Graham Greene? Wer’s nicht weiß, wird’s nicht erraten.

Bei der Wurzel des Rebstocks

An einem Augusttag schreibt Elisabeth Langgässer, sechsundvierzigjährig damals, an die Freundin der gemeinsamen Griesheimer Jahre: „Heute sah ich auf der ‚Anschlagspost‘ am Reichskanzlerplatz (auf dem Bretterzaun), daß jemand Post nach Darmstadt mitnimmt und schicke Dir in aller Eile diesen Brief.

Biographische Daten

Lorenzen, Rudolf. Geboren 1922 in Lübeck. Erlernter Beruf: Schiffsmakler. Lebte 15 Jahre als Handlungsgehilfe in Bremen, zwischendurch Kriegsdienst und Gefangenschaft in Rußland.

Moltke in seinen Briefen

An keiner der großen Gestalten der neueren deutschen Geschichte hat das bürgerlich-nationale Klischee so viel gesündigt wie an Moltke.

Die Memoiren des Reichskanzlers

Werner Schütz, 1900 in Münster geboren, stammt aus einem protestantischen Pfarrhaus. Er wurde Rechtsanwalt, während des Dritten Reiches Berater der Bekennenden Kirche.

Expeditionen rückwärts

Was die Zukunft von der Gegenwart halten wird, können wir nicht wissen, obwohl es die gleichen Leute sind. Wahrscheinlich werden die Enkel der zornigen jungen Männer und die Sprößlinge der Niethosen besser über uns reden, als wir besorgen.

Siemens baute in Uruguay

In Anwesenheit von Peter von Siemens und anderer Industrieller und Wissenschaftler aus der Bundesrepublik wurde kürzlich die Wasserkraftanlage Baygorria (270 km nordwestlich von Montevideo) eröffnet.

De Gaulle setzt sich durch

Achtzehn Monate hat die Diskussion zwischen Regierung und Stahlindustrie über die politische und wirtschaftliche Zweckmäßigkeit des Baues eines Stahl- und Walzwerkes bei Bône im östlichen Grenzgebiet Algeriens gedauert.

Export-Kalamitäten

Der britischen Regierung macht die jüngste Exportentwicklung ernsthafte Sorge. Mit einer Ansprache an 400 eigens nach London geladene Geschäftsleute leitete Premierminister MacMillan eine neue große Ausfuhrkampagne ein, deren Dringlichkeit von anderen Regierungsmitgliedern jetzt auf weiten Reisen durch die Provinz selbst den kleineren Unternehmen nahegebracht werden soll.

Zeitraffer

Die Weltbank hat bei der Deutschen Bundesbank einen Kredit von 240 Mill. Dollar aufgenommen. Die Anleihe ist die größte, welche die Weltbank bisher außerhalb der USA aufgenommen hat und die größte Transaktion der Weltbank seit 1947.

Geplatzte Illusionen

Das Ergebnis der Wirtschaftsbesprechungen anläßlich des Chruschtschow-Besuches in Österreich ist so mager, daß man sich heute fragt, warum sich die österreichische Regierung dieses Almosens wegen überhaupt als Bittsteller gebärdet hat.

Feuer unter den Kessel der Umsatzsteuerreform

Schneller als -erwartet nimmt die „große“ Um-, satzsteuerreform Gestalt an. Favorit unter den unzähligen Reformvorschlägen ist die sogenannte Mehrwertsteuer mit Vorsteuerabzug.

Triton braucht Kapital

Bei der Triton-Belco AG, Hamburg, wird demnächst eine Kapitalerhöhung durchgeführt werden, und zwar um 2 auf 6 Mill. DM, also im Verhältnis 2:1 zu einem Ausgabekurs von 150 vH.

Die Börse erregte keine Anstoß mehr

In den vergangenen Tagen wurde in den Börsensälen sozusagen auf leisen Sohlen gegangen. Alles wurde vermieden, was den etwas zur Ruhe gekommenen Hausse Tiger hätte wecken können.

Der Norddeutsche Lloyd tritt kürzer

Im Abschluß des Norddeutschen Lloyd für das Geschäftsjahr 1959 findet eine jetzt zehnjährige intensive Wiederaufbauarbeit einer der größten deutschen Reedereien ihren Niederschlag.

Auf Rocke fellers Spuren: Ein Vermögen für die Wissenschaft

Mit einem hochherzigen Geschenk hat die Familie Fritz Thyssen die Öffentlichkeit überrascht. Die Witwe Fritz Thyssens, Frau Amélie Thyssen, und ihre Tochter, Gräfin Anita de Zichy-Thyssen, haben sich entschlossen, einen wesentlichen Teil ihres Vermögens, und zwar nominell 100 Mill.

Zechen sind kein „Klotz am Bein“

Wir sind stolz darauf, daß wir Ihnen in diesem Jahr die Ausschüttung einer Dividende von 12 vH vorschlagen können“, erklärte der Vorstandsvorsitzer der Mannesmann AG, Düsseldorf, Bergassessor Dr.

Vollbeschäftigt für zwei Jahre

Die deutsche Werftindustrie steht vor einer schwierigen Situation. Sie muß sich gegen die harten Konkurrenzangebote der staatlich geförderten japanischen und französischen Werften durchsetzen, ohne auf die Hilfe der Bundesregierung rechnen zu können, die gerade im jetzigen Zeitpunkt keine Exportförderung treiben will und deshalb auch die von der Werftindustrie gewünschte Herabsetzung des Selbstbehaltes von 20 vH bei der Hermes-Garantie nicht billigt.

Wertvolle Beteiligung

Die Bank für Brau-Industrie ist eine Hausbank und eine Holding der Oetker-Gruppe. Diese besitzt etwa 87 vH des Aktienkapitals und übt damit den maßgeblichen Einfluß auf das Institut aus.

Elektronik brachte das Wachstum

Die Rundfunktechnik, die einst vor Jahrzehnten den internationalen Ruf der Telefunken GmbH, Berlin, begründet hat, ist immer noch ein wichtiger Bestandteil der Produktion dieses AEG-Tochterunternehmens.

Unerwünschtes Wiedersehen!

Eigentlich wollte die Feldmühle Papier- und Zellstoffwerke AG, Düsseldorf-Oberkassel, kein Wiedersehn mit ihren alten Aktionären mehr feiern.

Die Feinriecher und der Dieselqualm

Jedes Land riecht anders. Das kann Ihnen jeder Hund bestätigen. Der Spürsinn der europäischen Touristen ist jedoch leider durch Auspuffgase stark beeinträchtigt worden.

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