Die Bank für Brau-Industrie ist eine Hausbank und eine Holding der Oetker-Gruppe. Diese besitzt etwa 87 vH des Aktienkapitals und übt damit den maßgeblichen Einfluß auf das Institut aus. Nach der Bilanz vom 31. Dezember 1959 decken heute die eigenen Mittel nahezu restlos die mit 10,8 Mill. ausgewiesenen Beteiligungen. Sie betreffen sieben Brauereien: diese haben im abgelaufenen Jahre fast durchweg höhere Dividenden gezählt. Das schlägt bei den Beteiligungs-Erträgen allerdings insofern nicht zu Buche, als die Berliner Kindl-Bauerei im Vorjahr neben der Dividende auch noch aus dem Treuhandvermögen der Aktionäre Beträge freigegeben hatte. 1959 hat sich das natürlich nicht wiederholt. Diesmal hat die Brau-Bank erheblich größere Gewinne aus dem allgemeinen Bankgeschäft erwirtschaftet. Es betrifft nicht nur den traditionellen Kundenkreis; vielmehr wurden auch in größerem Umfange Wechselabschnitte von Absatzfinanzierungsbanken erworben.

Alles in allem vermochte die Bank höhere Erträge als im Vorjahre zu erwirtschaften; Nach Zuweisung von 0,5 Mill. DM an die offene Rücklage, bleibt ein Reingewinn, der es erlaubt, auf das Aktienkapital 10 vH zu bezahlen. W. R.