• BONN – Das Parteipräsidium der Sozialdemokraten billigte die Empfehlung der Wahlkampfkommission, die den Regierenden Berliner Bürgermeister Willy Brandt zum Kanzlerkandidaten der Partei vorgeschlagen hatte.

Außer Brandt sollen im Wahlkampf besonders herausgestellt werden: Carlo Schmid, Erler, Deist, Zinn, Brauer, Möller und Jaksch. In der Liste fehlen Ollenhauer und Wehner.

  • BERLIN – Ulbricht hat in einem offenen Brief die Mitglieder der SPD zum "Volkskampf" gegen Adenauer aufgefordert und Wehner und Erler als "Verräter" bezeichnet.

Er spekuliert darauf, daß der außenpolitische Kurswechsel der SPD zu einer Krise in der Partei geführt hat.

  • TOKIO – Als Nachfolger des zurückgetretenen Kishi ist Hayato Ikeda japanischer Ministerpräsident geworden.

Prognose: Neuer Mann – alte Politik.

  • BONN-BERLIN – überall Gedenkfeiern für die Opfer des 20. Juli. Gemeinsam legten Adenauer und für die französischen Widerstandskämpfer der Bürgermeister von Kolmar einen Kranz am Ehrenmal in Bonn nieder. In Berlin Enthüllung einer Gedenktafel in der "Bendler-Straße" und eine hervorragende Rede Theodor Stelzers. Ein Stellvertreter Ulbrichts erklärte dagegen, der 20. Juli sei nichts anderes gewesen als der Versuch, die Macht des deutschen Monopolkapitalismus aufrechtzuerhalten.