Wirtschaft

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DIE ZEIT

Hauptsache: Das Programm

Der Wind blies scharf von zwei Seiten, von links und aus der Länderecke. Der Scheinwerfer, der ohnehin nicht stark genug gewesen war, alle Einzelheiten der Bühne zu beleuchten, erlosch.

De Gaulles Afrika

Eines der eigenartigsten Phänomene in der an sonderbaren Dingen wahrlich nicht armen französischen Politik dieser Jahre ist die lässige Art, mit der General de Gaulle auch die letzten Republiken des einstmals französischen Schwarzen Afrika in die Unabhängigkeit entlassen hat.

Polizei statt Politik

Die Hoffnung, Rhodesien werde aus den Ereignissen im nachbarlichen Kongo lernen und nun die Ausbildung einer afrikanischen Elite beschleunigt vorantreiben, ist an der Kurzsichtigkeit der südrhodesischen Regierung in Salisbury gescheitert Dort hielt man Polizeimaßnahmen für die einzig richtige Antwort auf die Ereignisse im Kongo, und so wurden die drei Führer der gemäßigten NDP (National-Demokratische Partei) und 180 Mitglieder dieser Partei kurzerhand eingesperrt.

Vom Kanonenboot zur UN

Am 6. Juli begann die Meuterei der Force Publique im Kongo. Am 13. Juli tagte der Sicherheitsrat in New York. Am 15. Juli trafen die ersten UN-Truppen in Leopoldville ein.

Schäffer, umstrittener Treuhänder

Auf Dr. Adenauers Wunsch hat Bundesjustizminister Schäffer am vorigen Wochenende seinen Urlaub in Bayern unterbrochen und ist für zwei Tage nach Bonn zurückgekehrt.

Lehrfach in der Zone: Haß

Das Wort Lenins: "Die junge Generation soll den Kommunismus lernen. Unterricht, Erziehung und Bildung sind so zu organisieren, daß sie fähig sind, die kommunistische Gesellschaft zu schaffen.

Ben Omar erobert Thysville

Niemals zuvor in ihrer fünfzehnjährigen Geschichte standen die Vereinten Nationen vor einer so gewaltigen Aufgabe wie im Kongo.

Staatsanwalt am Gängelband?

In Deutschland wird die Frage, ob der Staatsanwalt ein Organ der Regierung sei oder ob er ein selbständiges Rechtsamt habe, verschieden beantwortet, weil sich im Norden und Süden des Landes eine unterschiedliche Auffassung herausgebildet hat.

Zeitspiegel

Wie tief hat Jack Kennedy für seine Karriere bisher schon in die Tasche greifen müssen? Das amerikanische Nachrichtenmagazin Newsweek schätzt die Ausgaben für die Kampagne auf 1,1 bis 1,2 Millionen Dollar.

Die Raketenlücke ist geschlossen

Schon Anfang des nächsten Jahres werden amerikanische Raketen etwa 90 Prozent aller militärischen Ziele in der Sowjetunion erreichen können.

Schlüsselfigur Fanfani

Der gequälte Optimismus, mit dem die Kommunisten und Nenni-Sozialisten den Wechsel von Tambroni zu Fanfani begleiteten, wandelt sich zusehends in säuerliches Mißtrauen.

Neuer Parlamentarismus

Das Parlament in Kairo, das acht Jahre lang – seit dem Sieg der Revolution – unbenutzt dastand, ist frisch gestrichen und seiner Bestimmung wieder zugeführt worden.

Sieg mit Tränen

Eine Frau als Ministerpräsident – das ist wirklich nichts Absonderliches mehr in einer Welt, die längst bedeutende Juristinnen, Ärztinnen und schließlich doch auch Parlamentarierinnen zu Hunderten kennt.

Der Spruch von Brettheim

Zum drittenmal standen jetzt jene Männer vor Gericht, die im April 1945, kurz vor Kriegsende, drei Bürger des fränkischen Dorfes Brettheim hängen ließen.

Mecklenburg: Abends am Pfaffenteich

In Schwerin, der alten mecklenburgischen Metropole, die gerade 800 Jahre alt geworden ist, sollte man abends ankommen. Dann sind die Fahnen eingeholt, die Schrift auf Plakaten und Transparenten wird unleserlich, die scharfen Konturen der neuen Zeit lösen sich in der Dämmerung auf.

Warten auf Chagall

Ich fahre mit dem vollen Honorar nach Verne und hole das Bild selber hierher" hatte Frankfurts Kulturdezernent Stadtrat Dr. vom Rath, im Mai verkündet, als das Bild von Marc Chagall, das dieser im Frühjahr 1958 für das Foyer des Großen Hauses der Städtischen Bühnen zu malen begonnen hatte, immer noch nicht eingetroffen war.

Die Jugend in Bayreuth

Ein Wunderkind und ein Konzertstar bewahren sich an Richard Wagner – Zehn Jahre Schock: als Gesellschafts-Magnet

Was ist ein Illustrierten-Roman?

Doch wohl nicht im Ernst. Möglicherweise verrät der Abdruck in einer Illustrierten etwas über Charakter, Geschmack und kommerzielle Fähigkeiten des Autors oder seines Agenten oder des Redakteurs, der den Roman zum Abdruck angenommen hat.

Deutsche unerwünscht

"Die Deutschen. Als Deutscher will man ja schließlich im Urlaub keine Deutschen sehen", erklärte mir Herr Barstelmeier, "aber das scheint fast unmöglich zu sein.

Ärger mit Schopenhauer

Ich bitte, mir nicht zu verübeln, daß ich Sie mit einem sehr ausführlichen Schreiben behellige. Unerwartete, merkwürdige Begebenheiten veranlassen mich, um Rückversetzung an unser Zweigwerk in O.

Zeitmosaik

Der Autor steht mit Recht obenan. Denn es ist himmelschreyend, daß derjenige, welcher mit Aufwand der Kraft seines Lebens und seiner Seele ein unsterbliches Werk hervorgebracht hat, welches äußerlich vielleicht kein anderer Sterblicher hervorgebracht hätte, ein Werk, das Verleger, Buchhändler und Drucker mästet und ein ganzes Land unterrichtet oder ergötzet, nicht einmal so viel Belohnung dafür haben soll, um die Apothekerrechnung zu bezahlen.

Mein Gedicht: Ich möchte nichts sein

Hier hat ein Dichter einer Frau Verse in den Mund gelegt, die von einer einzigartigen Hingabe sind. Nicht nur einer persönlichen, sondern einer kosmischen.

Thomas Mann war kein Prophet

hartnäckig um den Nachweis, Thomas Mann sei einer der größten und klarsten politischen Denker, dessen politische Theorien auch heute noch von wegweisender Bedeutung seien.

Was ist der Mensch?

Unter den Literaturen gibt es eine sehr umfängliche und sehr attraktive: die Was-ist-der-Mensch-Literatur. Ehrwürdig durch ihr Alter, auch durch die Erlauchten, die gründlich geantwortet haben, ist sie in unseren Tagen etwas auf den Hund gekommen, infolge von zuviel Schauspielerei, mit der gefragt und geantwortet wurde.

Wahlsieg wichtiger als Europa

Der beschleunigte Aufbau eines gemeinsamen europäischen Agrarmarktes scheint plötzlich ernsthaft gefährdet. Die Bundesregierung lehnte völlig unerwartet die von der Brüsseler EWG-Kommission vorgeschlagene Ermäßigung der Weizen-, Futter-, Gerste- und Zuckerpreise und die Einrichtung von Institutionen für eine gemeinsame Marktordnung in der EWG ab.

Im Hintergrund – ein Professor

Das wirtschaftliche Programm der Demokratischen Partei, das nach einem Wahlsieg von Senator Kennedy den Kurs Washingtons bestimmen wird, verleugnet seinen Vater kaum.

Kommt Zeit, kommt Rat

Der Ministerausschuß zur Ausarbeitung eines Abkommens für die Nachfolgerin des Europäischen Wirtschaftsrates (OEEC), die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe" (OECD) hat auf seiner zweitägigen Sitzung am letzten Wochenende zwar eine Anzahl Lücken des seinerzeit von den "Vier Weisen" ausgearbeiteten Entwurfs zu füllen vermocht, aber in der entscheidenden Frage der handelspolitischen Kompetenzen der neuen Organisation konnte noch keine endgültige Einigung erzielt werden.

Gentlemen unter sich

In seiner Rede vor dem Deutschen Raiffeisentag wies Bundesbankpräsident Blessing auf die Möglichkeit hin, die Liquidität durch Maßnahmen der Offenmarktpolitik abzuschöpfen, statt wie bisher nur immer die obligatorischen Mindestreserven der Banken heraufzusetzen.

Zeitraffer

Eine Gruppe deutscher Firmen unter Führung von Demag und Krupp hat mit der britischen "Metallurgical Equipment Export Company" einen Vertrag über den Bau eines Stahlwerks in Persien (Jahreskapazität 300 000 t) abgeschlossen.

Mengen-Terror

Wenn drei Pfund überreife Bananen eine Mark kosten, dann ist das eine zweckmäßige Maßnahme, die nun nicht mehr lange haltbare Ware schnellstens abzusetzen; sie ist auch für den Käufer vorteilhaft – falls er drei Pfund gebrauchen kann.

Phrix ohne Makel

Mit dem Geschäftsjahr 1959 hat die Phrix-Werke AG, Hamburg, wohl endgültig die Schatten der Vergangenheit hinter sich gelassen.

Hoffnungsvolle Esso

Die Gewinnspannen der großen Erdölkonzerne in der Bundesrepublik sind beschnitten worden. Das schlägt sich natürlich in deren Bilanzen nieder.

Krages-Vertreter bei der Chemie-Verwaltung

Die Hauptversammlung der Chemie-Verwaltungs-AG ist ruhiger verlaufen als im vergangenen Jahr. Rechtsanwalt Gordon, bisher ein sehr heftiger Opponent, bezeichnete sie als eine HV des guten Willens; er erkannte an, daß sich die Verwaltung in der zurückliegenden Zeit bemüht hat, mit den Aktionären zusammenzuarbeiten.

Auf Oel gesetzt!

In der Hauptversammlung der Gelsenkirchener Bergwerks-AG, Essen, stellte der Vorstandsvorsitzender des Unternehmens ~~~~~~~ ~~~~ Publikumsgesellschaft für 1960 eins "gute Dividende in Aussicht".

Hibernia hinkt auf dem Kohlenbein

Der bundeseigenen Bergwerksgesellschaft Hibernia AG, Herne, fehlt zwar ein "direkter Draht" zu einem Hüttenwerk, aber die Konzernpalette dieses großen Zechenunternehmens enthält dafür andere sehr kräftige Farben, die das Schwarz der Kohle erfreulich beleben.

Für den Agrar-Kredit

Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist das Spitzeninstitut für den langfristigen Agrarkredit. Sie nimmt Mittel auf dem Kapitalmarkt durch Ausgabe von Landwirtschaftsbriefen und Kassenobligationen auf.

37 Prozent Dividende!

Die F. Reinheit AG Hamburg eine pharmazeutische Großhandelsgesellschaft, zählt zu den ausschüttungsfreudigsten Unternehmen der Bundesrepublik.

Hapag – ein Zukunftswechsel

Auf der Hauptversammlung der Hamburg-Amerika Linie (Hapag), Hamburg, bedauerte der Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Karl Klasen (Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, die seinerzeit von dem Hamburger Reeder Schuchmann die Hapag-Majorität übernahm), daß die Hapag für 1959 ihren Aktionären kein besseres Ergebnis vorlegen konnte.

Realisierte Kursgewinne

Bei den Vermögensanlagen der Vereinigte Lebensversicherungsanstalt A. G. für Handwerk, Handel und Gewerbe, Hamburg, fällt per 31.

Funk Fernsehen: Zweimal 20. Juli

Den 20. Juli 1944 im Bewußtsein des deutschen Volkes als ein Datum historischer Tragik zu verankern, gibt sich das Fernsehen anhaltende Mühe.

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