Mit dem Geschäftsjahr 1959 hat die Phrix-Werke AG, Hamburg, wohl endgültig die Schatten der Vergangenheit hinter sich gelassen. Die Dörr-Affäre ist ausgestanden und auch die "Eigenen Aktien", die im Betrag von nom. 1,166 Mill. DM im Portefeuille der Gesellschaft und später des Gerichts lagen, sind frei geworden und inzwischen breit gestreut über die Börse verkauft. Durchschnittskurs 210 vH. Für 1959 wurde eine Dividende von 6 (0) vH ausgeschüttet; nach den vorsichtigen Erklärungen des Vorstandsvorsitzenden, Michael Zahn, können die Aktionäre auch für 1960 mit einem ähnlichen Ergebnis rechnen. Diese Vorraussage bezeichnete der Aufsichtratsvorsitzende, Prof. Ulrich Haberland (Vorstandsvorsitzender der Farbenfabriken Bayer), als vorsichtig. Vermutlich steht es also besser um die Gesellschaft, als es der Vorstand zum Ausdruck bringen wollte. Der Anteil der Chemiefaser am Gesamtumsatz belief sich in 1959 auf 84 vH, die freundschaftliche Verbindung der Phrix mit Bayer scheint Früchte zu tragen. Ob es auch einmal zu einer finanziellen Bindung kommt oder ob sie schon vorhanden ist – darüber rätselt die Börse. -dt

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Die Prämieneinnahme in dem auf eigene Rechnung der Hermes Kreditversicherungs-AG, Hamburg Berlin, und ihrer Rückversicherer betriebenen Versicherungsgeschäft (Kautions-, Warenkredit- und Teilzahlungskreditversicherung, Vertrauensschadenversicherung) betrug 12,7 Mill. (im Vorjahr 11,69). Der Schadensverlauf im gesamten Geschäft war wiederum günstig. Nach einer Sonderzuweisung zur Rückstellung für den schwankenden Jahresbedarf betrug der Geschäftsjahresgewinn 1,04 Mill. Einschließlich Vortrag von 0,179 stand ein Gesamtgewinn von 1,219 Mill. DM zur Verfügung der Hauptversammlung. Diese beschloß, auf das eingezahlte Stammaktienkapital von 5,4 Mill. eine Dividende von 12 vH (10 vH) auszuschütten, 0,4 der freien Rücklage zuzuweisen und 0,171 auf neue Rechnung vorzutragen. Nach den erneuten Zuweisungen betragen die gesetzlichen und freien Rücklagen 2,8 Mill. DM und die Schwankungsrückstellung 5,5 Mill. über die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 1960 führte der Vorstandsvorsitzer Habicht aus: Das eigene Versicherungsgeschäft der Hermes ist weiter "befriedigend verlaufen. Die Prämieneinnahme ist trotz des noch anhaltenden Druckes auf die Prämiensätze weiter gestiegen. Die Liquidität ist günstig, und die Vermögensanlagen konnten weiter verstärkt werden.