Die Lederwerke Wieman AG, Hamburg, zahlen für 1959 eine Dividende von 5(0) vH Das ist viel, wenn man die kritische Lage der Lederindustrie ansieht. Allerdings kann sich – Leder Wieman diese Dividende leisten, denn die Bilanz ist ungewöhnlich liquide. Keine Bankschulden, aber rund 0,32 Mill. DM Bankguthaben Rettungsanker der Gesellschaft ist die inzwischen auf nom. 1,308 Mill. DM erhöhte Beteiligung an dem Hamburger Bankhaus Brinkmann, Wirtz & Co, das seinerseits wieder den maßgeblichen Einfluß auf Wieman ausübt. Einige Aktionäre warer mit der Verwaltung nicht zufrieden. Ihre Vorwürfe: Das Ledergeschäft sei im Vergleich zu der Gesamtheit der Industrie nicht gut geführt worden. Die Umstellungen von Boden- auf Oberleder seien zu spät erfolgt; nicht genügend Energie bei der Suche nach Ausweichproduktionen. Sowohl der Aufsichtsratsvorsitzende, Dr Rudolf Brinckmann, als auch das Vorstandsmitglied Hermann Sleumer wollten den Vorwurf der Inaktivität nicht auf sich sitzen lassen. Sie sagten daß alles getan worden sei, um die Aufnahme von Produktionen zu prüfen, die außerhalb der Lederbranche lägen. Aber bislang ohne sichtbarer Erfolg. -ndt