-s., Hamburg

Eine Umfrage des Deutschen Studentenwerks an den Universitäten hat ein überraschendes Ergebnis gebracht: Die Hälfte der Studenten würde gern in Wohnheimen leben. Besonders die jüngeren Semester ziehen die Heime und eine Studienanleitung durch Tutoren einem gänzlich "freien und ungebundenen" Studentenleben vor.

Diese Entwicklung ist neu, denn in früheren Jahren war der Hang zum Wohnheim nicht sehr ausgeprägt. Er ist, so meinte jetzt Professor Hallermann, der Vorsitzende des Deutschen Studentenwerks, nicht nur durch die gegenwärtige Wohnungsmisere bedingt. Besonders der jüngere Student habe vielmehr im heutigen Universitätsbetrieb leicht das Gefühl, isoliert zu sein, und begrüßt daher die Gemeinschaft des Wohnheims.

Gegenwärtig gibt es allerdings nur für zehn Prozent der Studenten Plätze in Wohnheimen. Zwar sind noch 23 Heime mit 2708 Plätzen im Bau, zwar sind die Pläne für weitere 9440 Wohnheimplätze fix und fertig, doch ist es noch ein weiter Weg bis zu dem Ziel, erst einmal Wohnheime für 35 Prozent der Studenten zu schaffen.