Die diesjährige Hauptversammlung der H. Maihak AG, Hamburg, Herstellerfirma für Meßinstrumente und Geräte der Feinmechanik und Elektrotechnik, stand im Zeichen des 75jährigen Geschäftsjubiläums. (Außerdem: Vor 50 Jahren wurde der Gesellschaftsvertrag der H. Maihak AG festgestellt.) Auch für die Aktionäre hatte die Verwaltung einige "Jubiläumsgeschenke" zur Hand. Die Gesellschaft hatte ihre freien Rücklagen auf eine Höhe gebracht, die eine Ausgabe von Berichtigungsaktien im Verhältnis 4:1 möglich macht. Um diesen Betrag (0,45 Mill. DM) wird jetzt das Grundkapital erhöht. Da man gleichzeitig der Unterstützungskasse der Firma ein Geschenk machen wollte, kommen noch 0,05 Mill. DM hinzu, so daß das Grundkapital nunmehr 2,3 Mill. DM beträgt. Die Zusatzaktien sind schon ab 1. Januar 1959 dividendenberechtigt, so daß für die Aktionäre hinsichtlich der Verzinsung ihres Geldes trotz der für 1959 auf 12 (14) vH zurückgenommenen Ausschüttung noch ein Plus herausspringt.

Die Zukunft sieht die Verwaltung in einem durchaus rosigen Licht. In der Debatte über die Ausgabe der Berichtigungsaktien deutete der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Heinrich Polke (Commerzbank) jedenfalls die Möglichkeit an, in späteren Jahren wieder einmal Berichtigungsaktien verteilen zu können. Tatsächlich muß die Aktie eines Unternehmens, das zu 75 Prozent Meßgeräte herstellt, und zwar auch solche der Elektronik, als Wachstumswert angesehen werden. Natürlich steht und fällt eine Firma wie H. Maihak mit ihren Patenten. Aber der Verlauf der letzten 75 Jahre hat gezeigt, daß die Firmenleitung die hierin liegenden Risiken durchaus zu meistern versteht, nicht zuletzt dank der Zuverlässigkeit der Maihak-Erzeugnisse. – dt