Im Trend weicht der Abschluß für 1959 der BP Benzin und Petroleum AG, Hamburg, kaum von denen der anderen großen ausländischen Erdölkonzerne ab. Es wird investiert, neu geplant – und es werden Bilanzverluste ausgewiesen. Auch bei der BP ist der mengenmäßige Absatz kräftiger gestiegen als der Wertumsatz. Der Gesamtabsatz der BP (einschl. Exporte) erreichte 1959 rund 3,4 (2,92) Millionen Tonnen (+ 17 vH). Dagegen ist der Umsatz wertmäßig nur um 13 vH auf 1034 Mill. DM gewachsen. Daß das Geschäft dennoch nicht schlecht gewesen sein kann, zeigt der Posten "Steuern vom Einkommen, vom Ertrag und Vermögen", der sich per 31. Dezember 1959 mit 8,8 (3,9) Mill. DM mehr als verdoppelt hat. Bilanzmäßig schließt das Jahr 1959 bei der BP mit einem Neuverlust von 1,6 Mill. ab, durch den sich der Gesamtverlust auf 10,1 Mill. DM erhöht.

Die BP steht noch inmitten großer Investitionen. Sie betreffen in erster Linie die neue Raffinerie bei Dinslaken, die in diesem Sommer in Betrieb genommen werden soll. 1959 wurden 169,8 (103,6) Mill. investiert, 1960 werden es rund 150 Mill. DM sein. Die Abschreibungen wurden mit 34 Mill. unverändert gelassen. Zur Finanzierung der Anlagenzugänge wurden daneben das Grundkapital um 50 auf 300 Mill. DM erhöht, 50 Mill. DM Teilschuldverschreibungen zum Zinssatz von 5 vH ausgegeben und ein Darlehen über 55 Mill. Schweizer Franken von der Muttergesellschaft, der British Petroleum Company Limited London, hereingenommen. Bis Ende dieses Jahres wird das Grundkapital weiter auf 350 Mill. DM erhöht werden.

In den ersten Monaten des neuen Jahres verzeichnet die BP eine kräftige Verkaufssteigerung, stärker als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Aber auf der Erlösseite wirkt sich die Preisherabsetzung für Kraftstoffe ungünstig aus, die zu Beginn des Jahres durchgeführt werden mußte. Im Hinblick auf die Preissituation und als Folge weiterhin hoher Abschreibungen wird das Ergebnis für 1960 nicht wesentlich von dem für 1959 abweichen. dt