Die Breitenburger Portland-Cement-Fabrik, Hamburg und Lägerdorf, stößt an ihre Kapazitätsgrenzen. Deshalb wird im laufenden Jahr (und auch danach) kräftig investiert und rationalisiert. Zur Finanzierung der neuen Anlagen soll eine jetzt von der Hauptversammlung genehmigte Kapitalerhöhung um 2 auf 8 Mill. DM dienen. Dagegen wurde der Antrag auf Schaffung eines "genehmigten Kapitals" von 2 Mill. DM, wodurch sich das Grundkapital auf 10 Mill. DM erhöht hätte, überraschend von der Verwaltung zurückgezogen. Begründet wurde dieser Schritt mit den "veränderten Kapitalmarktverhältnissen". Nun, man wird sehen, wie die Verwaltung das sicherlich eines Tages erforderliche Kapital aufbringen wird; vielleicht tritt doch noch einmal eine weitere Kapitalerhöhung an die Aktionäre heran. Für 1959 erhielten sie eine Dividende von 10 vH und einen Jubiläumsbonus von 3 vH. (Die Vorzugsaktien von nom. 8000 DM wurden mit 6 vH bedient.)

Das Geschäft ist im Berichtsjahr befriedigend verlaufen. Darin ist in diesem Jahr keine Änderung eingetreten, so daß auch das erhöhte Kapital (die jungen Aktien sind von 1. Januar 1960 an dividendenberechtigt) angemessen verzinst werden kann. Der Umsatz ist weiiter gestiegen. Allerdings blieben die Exporterlöse unbefriedigend. Deshalb wird der Export nicht weiter forciert, zumal der Inlandabsatz die Kapazität voll ausnutzen kann. Exportiert wird nur im Rahmen einer für notwendig gehaltenen Marktpflege. Neu in den Aufsichtsrat wurde Direktor Ernst Freier, Generalbevollmächtigter der Deutschen Bank, Hamburg, gewählt. K. W.